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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Robin McKelle - Modern Antique |
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Paris ist in der heutigen Zeit immer noch das Pflaster, auf dem mancher Star zu leuchten beginnt. Und so zieht es noch immer viele Jazz-Künstler in die Stadt an der Seine.
Auch die Amerikanerin Robin McKelle hat den Umweg über Frankreich genommen: Ihr Debüt "Introducing Robin McKelle" begeisterte das Land dermaßen, dass Blue Note Frankreich sie sogleich unter Vertag nahm. Darum ist jetzt unter dem Blue-Note-Gütesigel "Modern Antique" entstanden - ein Swing-Album, das, wie der Name schon andeutet, Jazz-Standards der Vierziger- und Fünfzigerjahre in die heutige Zeit transportieren will. Dabei setzt die Sängerin auf Big-Band-Arrangements, die behutsam verwendet werden und durch filigrane Orchestrierung und Liebe zum Detail ein Gefühl von Zärtlichkeit vermitteln.
Doch der Sprung in die Gegenwart gelingt Robin McKelle erst richtig durch ihre Art zu Singen. Sie setzt nicht nur auf klassischen Jazz-Gesang, sondern wagt immer wieder Ausflüge in die Welt des Souls - und verleiht dadurch ihrem Album wahrhaftig Seele. Gerade das ist es, was ihr neues Werk zu etwas wirklich Besonderen macht: Ein dermaßen perfekt produziertes und arrangiertes Album tendiert meist dazu, kalt und gefühllos zu klingen. Doch die Sängerin schafft es, ihrer Musik Tiefe und Emotion zu verleihen und "Modern Antique" damit zu einem aufregenden Album zu machen.
Kai Prager
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