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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Radio 4 - Stealing Of A Nation |
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Wer hätte eine Steigerung schon ausgehalten? "Gotham!" war so laut, so tanzbar und auf den Punkt, dass Radio 4 auf der Stelle hätten aufhören müssen. Stattdessen ist jetzt das dritte Album draußen. Leiser, loser und ziemlich durcheinander ist "Stealing Of A Nation" ein Mauerblümchen für die Club-Ecke.
Die Hoffnung auf ein Wunder dauert nur eine wunderbare Minute lang, als der Sound wie ein "Heart of Glass"-Demo den Tanzflur vernebelt. Zugleich könnte die Mausefalle nicht fieser sein. Schicksalhaft passen Anthony Romans angriffslustige Parolen mit klirrendem Nachklang genauso wenig in die Chillout-Area wie O-Zone auf den Opernball. Im Nu ruiniert der Gastgeber mit "Partycrashers" die eigene Party, bevor sie überhaupt begonnen hat.
Radio 4 sind nicht Radiohead. Zerstreut setzt die Band auf Zwischenräume, ohne sie ausfüllen zu können, simuliert Künsteleien, statt auf die eigenen Grenzen zu vertrauen. Die Texturen, aus denen satte Funk-Bomben wurden, laufen sich in symmetrischen und sphärischen Endlosschleifen leer, bis sie peinlich und nervig sind. Auch der einst berüchtigte Politprotest ist ausgerechnet zum Wahlkampf gegen Bush bestenfalls eine Sache für den Englisch-Unterricht. Mit "Stealing Of A Nation" treten Radio 4 niemandem in den Arsch - außer sich selbst.
Alexander Kroll
> Alle Beiträge von Alexander Kroll
Weitere CDs von Radio 4:
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