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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: R.E.M. - Reveal |
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Es gib Bands, deren Musik zeitlos ist, die sich einfach mal ein paar Jahre aus der Öffentlichkeit zurückziehen können, ohne dass der Mythos, der sie umgibt, zu zerbröckeln beginnt. Deren Songs Teenies genauso mögen, wie Alt-68er, die die Charts toppen können, ohne zum Mainstream zu mutieren, und deren Charisma und Präsenz jedes Schwärmen rechtfertigen.
Zugegeben, die Spezies ist rar, doch einer der ersten Namen, der einem bei diesbezüglichen Überlegungen in den Kopf kommt, ist R.E.M. 1999 gab die nach dem Ausstieg von Bill Berry zum Trio geschrumpfte Combo mit "Daysleeper" die letzten Töne von sich und beweist nun mit dem neuesten Full Lenght Album "Reveal", dass sie die zwei Jahre andauernde Pause durchaus kreativ nutzte.
Die zwölf Tracks klingen unverwechselbar nach R.E.M., sind aber deutlich gesetzter und balladesker als die Vorgänger "Up!" und "Adventures In HiFi", Pop-lastiger und mit einer nicht zu verleugnenden Easy-Listening-Anleihe versehen. Synthetisch erzeugte Bläser, künstliches Hintergrundflirren und -flimmern und eingängige, größtenteils sanfte Melodien lassen ein gewisses Retro-Feeling aufkommen, das seine Auflösung in der Assoziation mit Seventies-Folksounds findet.
Fazit: Stipe und Co. wissen noch immer, wie's geht. Eingängige Songs mit ausnahmslosem Ohrwurm-Charakter, sommerlich warm und Desert-rockig, machen "Reveal" zu einem der wohl besten R.E.M.-Alben neben "Automatic For The People".
Inga Stumpf
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