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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Queens Of The Stone Age - Lullabies To Paralyze |
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Nachdem Nirvana beerdigt und die Smashing Pumpkins betrauert waren, schien die Zeit der Säulenheiligen in der Rockmusik ein für allemal vorbei. Die postmillenniale Invasion der "The"-Bands ist, allen Manifesten zum Trotz, ein Indie-Ding, bestenfalls ein Pop-Up geblieben. Doch wenn dieser Tage "Lullabies To Paralyze", das vierte Album von Queens Of The Stone Age, in die Läden kommt, jubeln Hornbrillen und Headbanger gleichermaßen über die Wiedereinführung der Monarchie mit melodischen Massenvernichtungswaffen.
Zwischen Schlaflied und Streicherfinale regiert eine Stunde lang der Wahnsinn. Dort, im Märchenwald der Unvernunft, werden Messer gewetzt und der Mond angeheult. "Lullabies" ist ein verbotener Spielplatz ohne Regeln. Nicht jede Nummer haut den Lukas. Steinzeitkönigliche Gitarrenorgien haben Groove und - wie nie zuvor - haben sie Gefühl, bis hin zum operettenhaften Seufzer. Während Trail Of Dead, bei aller Opulenz des letzten Albums, leider vergaßen, sich um Inhalte zu kümmern, schmeißen die Queens mit Substanz um sich, dass die Wände wackeln. Wem einzelne Spielstationen dennoch zu lange vorkommen oder zu gleichförmig, der darf halt nicht mehr mitspielen und landet im Hexenkessel. Getarnt in der gleichen Tonart verschlingen sich manche Lieder ja sogar gegenseitig. Und spätestens sobald sich "In My head" und "Long Slow Goodbye" hymnisch in die Gehörgänge gebrannt haben, wird einem Angst und Begeisterung, dass diese wahnsinnige Platte dich besser kennt als du sie.
Alexander Kroll
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Weitere CDs von Queens Of The Stone Age:
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