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CD-Review Puppetmastaz Creature Shock Radio   CD-Review ::: Puppetmastaz - Creature Shock Radio

Review Puppetmastaz - Creature Shock Radio  
Review

Puppetmastaz
Creature Shock Radio
Louisville / Universal
erschienen im Oktober 2005
HipHop
 
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Letzte News ::: 24.02.2007
Sound & Video

Humor ist eine ernste Sache. Spaß und Qualität miteinander zu verbinden, erfordert einen Spagat, bei dem sich nicht wenige schmerzhafte Verletzungen zuziehen. Nicht zu dieser Gruppe zählen die Puppetmastaz aus Berlin. Alleine aus der Tatsache, dass hier gleichsam amüsante wie hässliche Puppen mit lustig-nervigen Stimmen über Elektrobeats rappen, ergibt sich ein Humor-Szenario. Als Witz wollen aber die Menschen und das Label hinter dem Kreaturen-Kollektiv das Ganze nicht verstanden wissen. Die Puppetmastaz liefern mit ihrem zweiten Album nach "Creature Funk" ein monströses Rap-Spektakel, das ohne Einschränkung höchsten internationalen Ansprüchen gerecht wird. Würde man aufgefordert werden, einem x-beliebigen amerikanischen Rap-Kenner einen iPod-Hörer zu reichen und den besten deutschen Rap-Kram vorzustellen, sind die Puppetmastaz die Wahl, mit der sich Deutschland nicht blamiert.

Genauso wie die elektronischen Tanzflächenfüller Kissogram und Jeans Team auf Louisville Records erschienen, entfachen die vier Protagonisten Mr. Maloke, Panic, Snuggles und The Wizard ein wahnsinniges Feuerwerk an Stücken, die es ohne Weiteres mit Eminems oder Ludacris’ aufnehmen können. Völlig zu Recht wurde das großartige "Bigger The Better" als Single ausgekoppelt. Weitere Höhepunkte stellen "Break A Bottle", "Puppetmad" und "Pretending Early Morning" dar. Einzig die Skits, die so gut wie jedes Rap-Album dieser Welt zerhacken, sind überflüssig.

Gewiss spalten die näselnden Marionetten die Szene und lässt das unorthodoxe Stimmengewirr kaum eine Endlosschleife zu, doch die Beats, mit denen die Strophen der irren Freaks untermalt sind, übertreffen die Leistung jedweder nationaler HipHop-Acts. Durch Louisville und das Nerd-Image eher im Indie-Bereich verortet, spielen die Puppen ohnehin in einer anderen Liga. Vergleiche und Querverweise gibt es nicht. Mit anderen Fantasiewesen aus der Musikszene wollen sie nichts zu tun haben und kündigen Beef an. "Real Tones? Dass ich nicht lache. Was ist real am geklonten Digi-Frosch? Der kriegt auf die Fresse und wir sind bald im Fernsehen mit Creature Shock TV und eigenem True Real Tone", lässt Panic wissen.

So bizarr es klingt: Deutschlands Sprechgesang-Elite bilden keine selbst ernannten Ghetto-Fürsten sondern ein Maulwurf, ein Schwein, ein Hase und ein Lurch. Deine Lieblingsrapper? "Puppetmastaz!" wäre eine wünschenswerte Antwort.
 
Alex Marner
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Weitere CDs von Puppetmastaz:
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