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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Pili Pili - Nomansland |
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Von der Ferne, immer näherkommend, hört man Laufgeräusche (wie im Trab) einer großen Menschenschlange. Kettengerassel dabei. Endlos scheint der Zug der Menschen und dann setzen die klagenden Gesänge der Frauen ein. Trauer. Die ganze Reise, besser gesagt "Verschleppungsfahrt" ist hier eindrucksvoll umgesetzt. Die Stimmen der Sängerinnen sind so voller Emotion, daß sie Mark und Bein durchdringen und einen bleibenden und betroffenen Eindruck hinterlassen.
"Nomansland" erzählt vom Leid der Afrikaner während der Sklaverei. Melancholisch, traurig und balladenhaft der Gesang, der sich durch fast alle Stücke zieht. Er erinnert etwas an die Mandigo-Tradition in Mali.
In "Marabout" (der örtliche Schutzheilige) sind flächige Keyboardsounds, unterlegt mit feinem Trommeln und dezenten Rasselklängen die Basis für die Geschichte, die die Frauen mit ihrem Gesang erzählen.
Eine ureigene Stimmung durchzieht die CD. Ruhig, gedämpft, doch immer drückt Hoffnung durch. Das ist eigentlich auch das verwunderliche an dieser Produktion, daß eine Band, die bekannt ist für tanzbare Weltmusik, nun ein sehr trauriges Thema in der Geschichte der Menschheit wählt. Trotzdem ist die Musik rhythmisch und bewegt einen - aber eben nicht nur in den Beinen.
In dem Booklet wird ausführlich über das Thema Sklaverei informiert.
Uli Armbruster
> Alle Beiträge von Uli Armbruster
Weitere CDs von Pili Pili:
> meets Phikelela Sakhula Zulu Choir - Incwadi Yothando - Love Letter
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