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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Philtron - Chronotrope |
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Es ist normalerweise nicht meine Art, eine Scheibe zu verreißen, aber hier muss es sein. Mit "Chronotrope" scheint das Ende der guten Musik eingeläutet zu werden. War Philtron in der Vergangenheit noch durch geniale Electro-Songs wie "Somewhere Between Love And Hate" bekannt, rutschen sie auf dieser Scheibe in eine Ecke der Musik ab, die man nicht mehr als Underground bezeichnen kann, sondern eher als unterste Schublade oder einfach nur Keller.
Muss es denn immer Opportunismus sein, welcher eine Band zu einer "Weiterentwicklung" treibt? Muss bei neuen Veröffentlichungen immer eine Gitarre sein, wo vorher keine war? Muss man ein Schlagzeug einsetzten, wo vorher eine Basslinie aus dem Rechner gute und solide Arbeit geleistet hat? Ist also pop-orientierter Crossover "die" neue Alternative, "das" genial schmückende Beiwerk zum bekannten Philtron-Sound? Ich denke nicht. Open-minded ist ja OK, aber in dieser unausgereiften Art und Weise werden alle Fans verschreckt. Es kann eben nicht jeder so gut klingen wie die Pitchies.
"Schuster, bleib bei deinen Leisten" heißt ein wohlbekanntes Sprichwort. Liebe Jungs von Philtron: Nehmt diesen Spruch ernst und verbiegt euch nicht, denn in der heutigen Zeit ist eine Band aus der dunklen Szene schneller vergessen, als die letzte Knutscherei im Suff. Macht das, was ihr richtig gut könnt: Electro. Für den Ausgleich würde ich ein paar Nebenprojekte empfehlen, um sich musikalisch (ausgereift) auf anderen Gebieten wie Goth oder Industrial auszutoben.
Holger Galla
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