copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Werbung ist wie Teflon

Leserpoll
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...

Berlin
37.9%
eine andere
20.7%
Hamburg
17.2%
Köln
17.2%
München
6.9%
anzeige
anzeige
 
CD-Review Pallas Beat The Drum   CD-Review ::: Pallas - Beat The Drum

Review Pallas - Beat The Drum  
Review

Pallas
Beat The Drum
Flying Dolphin / SPV

Progressive-Rock
 
> CD-Preisvergleich
> Jetzt bei Musicload downloaden
> Weitere Infos bei musicline.de
The Blinding Darkness (DVD)
Bandpage

Ja, ja..., soll man doch nie vorschnell urteilen und Platten durch den Dreck ziehen, wenn man diese nur ein einziges Mal im Schnelldurchlauf gehört hat. Aber lest doch einfach selbst...
Pallas wurden 1974 im schottischen Aberdeen unter dem Namen Rainbow gegründet. Da sich aber Ritchie Blackmop (ähh..- ich meine natürlich Blackmore...) dazu entschloss, seine eigene Band auch Rainbow zu nennen, wurde schließlich der Name Pallas geboren. Das erste stabile Line-Up bestand fünf Jahre später aus Ronnie Brown (keyb), Euan Lawson (voc), Niall Mathewson (guit), Derek Forman (drums) und Graeme Murray am Bass. Ronnie Brown war der letzte, der zur Gruppe stieß, und dieses Line-Up sollte auch nur von kurzer Dauer sein. Dennoch läutete es den Beginn einer aussichtsreichen und eher versteckten Karriere ein. Nur unzureichend wurde ihnen Tribut gezollt, obwohl gleich zu Anfang ein Major-Deal mit EMI-Records abgeschlossen werden konnte.
Mit dem gerade aufkeimenden Erfolg von Marillion wollte die EMI aus der aufkommenden Progressive-Rock-Welle Kapital schlagen, und nahm die vielversprechende Band aus Schottland unter Vertrag. Zu diesem Zeitpunkt hatten Pallas bereits ausgedehnte Touren hinter sich und in Szene-Magazinen wie "Kerrang" oder "Sounds" schon für Aufsehen gesorgt. Die erste Veröffentlichung war die EP "Arrive Alive", die die Band in Eigenregie schon einmal 1981 veröffentlicht hatte und die Stücke beinhaltete, die längst Klassiker bei Live-Auftritten waren. Das Debüt-Album von Pallas, "The Sentinel", wurde schließlich 1984 herausgebracht.
Produziert wurde das Album in Amerika von Eddie Offord und beschäftigte sich thematisch mit dem sagenumwobenen Atlantis. Dadurch, dass Pallas härter waren als die meisten anderen Bands des Genres, kam das Album bei Fans und Kritikern hervorragend an. Mittlerweile wird es sogar als einer der Klassiker des Progressive-Rocks schlechthin bezeichnet. Es sollte noch eine erfolgreiche England Tour geben, bevor sich erstmalig Unruhe im Line-Up breitmachte.
Im Sommer 1985 trennten sich Pallas von ihrem Sänger. Sie hatten das Gefühl, dass sie mit ihm nicht weiter kommen konnten und setzten ihn vor die Tür. Diese Entscheidung sollte sich als Glücksgriff – so makaber es klingen mag – erweisen, da die Band durch eine Anzeige im "Melody Maker" schließlich auf Alan Reed stieß. Um den Fans den neuen Mann in ihren Reihen vorzustellen, wurde die EP "Knightmoves" veröffentlicht, welche sich für damalige Verhältnisse durch eine extrem gute Produktion auszeichnete. Der Sängerwechsel sollte sich auch im weiteren Verlauf als Erfolg herausstellen, da die Gruppe in der Folgezeit einen beispiellosen Reifeprozess durchmachte. Dessen Ergebnis war 1986 "The Wedge", ein sehr modernes Album, das seiner Zeit um einige Jahre voraus war. Unzählige Live-Auftritte, die den Ruf von Pallas festigten, sollten folgen.
Was dann kam, wird von den Mitgliedern der Band gerne als "The Missing Years" bezeichnet. Pallas sollten für die EMI ein drittes Album aufnehmen, was sich aber aufgrund der auftretenden politischen Rangeleien innerhalb der EMI zerschlug. Viele der alteingesessenen Fans nahmen daraufhin an, Pallas hätten sich aufgelöst, doch die Band gab vereinzelt Live-Gigs und zerschlug so alle aufkeimenden Gerüchte. Dennoch gingen Pallas aufgrund der privaten Verpflichtungen einzelner Bandmitglieder in Zusammenhang mit geographischen Problemen langsam aber sicher unter. Es war schlichtweg unmöglich, die Band für Proben, geschweige denn für ein neues Album, wieder zusammenzutrommeln.
Jetzt aber, nach fast 13 Jahren, gibt es endlich ein neues Lebenszeichen der Schotten. Pallas sind wieder da, und ich will verdammt noch mal behaupten: Sie sind besser als je zuvor!!! "Beat The Drum" ist ein wirklich starkes Comeback-Album geworden, welches nicht nur die vielen immer noch verbliebenen Fans zufriedenstellen wird.
Überwältigend sind die markanten Melodien, die einem sprichwörtlich unter die Haut gehen. Über allem schweben die imposanten Keyboards und verleihen jedem einzelnen Song seine ganz persönliche Note. Manchmal gar verleitet "Beat The Drum" zum Träumen, und mit etwas Phantasie wird man sich bei geschlossenen Augen auf den saftigen Wiesen Schottlands, der Heimat Pallas', wiederfinden. Mit einem derart bärenstarken Comeback hat sicher niemand gerechnet, und eines scheint angesichts der Veröffentlichungen ehemaliger Kollegen wie Marillion, IQ und Pendagron mit schon absoluter Sicherheit schon jetzt bestätigt: Verstecken werden und müssen sich Pallas nicht!
 
Claas Capellen
> Alle Beiträge von Claas Capellen
 
Weitere CDs von Pallas:
> The Dreams Of Men


Review   Pallas bei ebay

 

CD-Tipps

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007