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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Paatos - Silence Of Another Kind |
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2004 sind die Stockholmer Paatos mit The Gathering getourt - das passte zusammen wie zwei Schwestern, die sich ähneln. Dass man gleich nach den ersten Paatos-Klängen unmittelbar an die Band um Anneke van Giersbergen denken muss - das wird wohl jeder so empfinden, der The Gathering kennt. Fans dieser Band, denen Paatos noch fremd sind, sollten sich "Silence Of Another Kind" deshalb unbedingt anhören.
Denn obgleich die Ähnlichkeit - nicht zuletzt aufgrund der Sängerin Petronella Nettermalm - mit The Gathering frappant ist, möchte ich nicht von einer Kopie sprechen. Zwar könnten Songs wie "Your Misery" oder "Falling" von The Gatherings "How To Measure A Planet? stammen, doch es mischen sich auch andere Farben in das Bild, das Paatos malen - Colours von Anekdoten, ein wenig The 3rd and the Mortal, Pink Floyd, Renaissance und dazu leicht folkloristische Schattierungen. Im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen von The Gathering setzen Paatos auf weniger Elektronik, während Drumming und Gitarren für deutlich mehr Dynamik sorgen.
Das einzig Negative, das man über "Silence Of Another Kind" sagen könnte, wäre eine Krittelei am Cover. Was sich allerdings dahinter verbirgt, ist um Längen besser: vielschichtige Songs - ganz ohne Pathos -, die ihr individuelles Klangbild größtenteils aus schwermütigen Mellotron-Klängen und kontemplativen Tönen ziehen. Höhepunkt der Platte bildet das bestechende "Not A Sound", neben dem Tracks wie "There Will Be No Miracles", an dem mich der leicht oberflächliche Cardigans-Touch stört, etwas blass wirken.
Christian Liederer
> Alle Beiträge von Christian Liederer
Weitere CDs von Paatos:
> Kallocain
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