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CD-Review PJ Harvey Stories From The City, Stories From The Sea   CD-Review ::: PJ Harvey - Stories From The City, Stories From The Sea

Review PJ Harvey - Stories From The City, Stories From The Sea  
Review

PJ Harvey
Stories From The City, Stories From The Sea
COP / Universal

Rock
 
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Es passt einerseits ganz gut, dass Polly Jean Harvey im Vorprogramm von U2's "All That You Can't Leave Behind-Tour aufspielt, denn ähnlich wie U2 hat auch PJ auf "Stories From The City, Stories From The Sea", ihrer sechsten CD, zu ihren Wurzeln und ihren Stärken zurückgefunden, ohne sich den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, einen Rückschritt in ihrer musikalischen Entwicklung gemacht zu haben. Andererseits war's das dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten, musikalisch treffen hier Welten aufeinander.
Nach Experimenten mit Electronica und reichlich Streichern auf "To Bring You My Love" und Folk Rock auf dem intimen "Is This Desire?", ohne die "Stories From The City..." sicherlich gar nicht denkbar wäre, ist PJ Harvey nun wieder zum klassischen Rocktrio-Format zurückgekehrt, mit Rob Ellis (Schlagzeug) und Mick Harvey (Bass) an ihrer Seite, und erhebt wieder ihre atemberaubende Stimme, die sie besser denn je zu beherrschen und zu kontrollieren weiß, und die es alleine wert ist, diese Platte zu kaufen. Die Songs handeln nach wie vor von ihnen Lieblingsthemen: intime Erzählungen von erfüllter und enttäuschter Liebe, guten und schlechten Liebhabern, und natürlich Sex. Begleitet von ihren mal rauh-dreckigen, mal rasiermesserscharfen Riffs. Klagend singt sie von der Pistole in ihrer Hand ("Big Exit") und fast ausgelassen-euphorisch von ihrem "Good Fortune", führt einen schmerzhaften Dialog zwischen Liebenden mit Thom Yorke von Radiohead ("This Mess We're In") und endet mit "We Float", einem Stück von erhabener, reinster Schönheit. Ich bin beeindruckt.
 
Olaf Bentkämper
> Alle Beiträge von Olaf Bentkämper
 
Weitere CDs von PJ Harvey:
> To Bring You My Love


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