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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Oregon - Oregon In Moscow |
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Oregon - das ist die nunmehr 30 Jahre währende Erfolgsgeschichte einer Gruppe, die mit Pioniergeist ihre Mischung aus Jazz, Klassik und außerwestlichen Musiken (heute: Weltmusik) entwickelte und sich treu blieb, einer Gruppe, die Auszeichnungen sammelte (wie den deutschen "Jazz Award" für ihr jüngstes Studio-Album "Northwest Passage"), aber auch Schicksalsschläge verkraften mußte (wie den Verlust zweier Percussionisten: Collin Walcotts Unfalltod auf einer deutschen Interzonen-Autobahn 1984 und Trilok Gurtus unvermittelten Ausstieg zehn Jahre später).
In all den musikalisch fruchtbaren Jahren mit den vielfältigsten Projekten schwebte den Band-Mitgliedern das Magnum Opus vor, das wahrlich nicht leicht zu verwirklichen war: Ein Oregon-Album mit einem Symphonie-Orchester einzuspielen. Nach schier endlosen Planungen entschied man sich für das Moskauer Tschaikowsky-Symphonie-Orchester und das Studio im "Staatsaufnahmehaus" des GDRZ dortselbst. Man kam überein, an sechs Tagen das bewährte Oregon-Repertoire 2live" einzuspielen - ohne Overdubs und Korrekturen. Das Ergebnis ist beeindruckend: Traumhaft schön klingen die Eigenkompositionen, als hätte ihnen just diese orchestrale Veredelung noch gefehlt.
Viel Lob also für diese außergewöhnliche Produktion; überschwengliches Lob für die Ensemble-Musiker Ralph Towner (Gitarren und Tasteninstrumente, der auch die meisten Stücke beisteuerte), Paul McCandless (Holzblasinstrumente), GlenMoore (Baß), Mark Walker (Drums und Percussion), für den Dirigenten George Garanian und, last but not least, für den Produzenten Steve Rodby.
Reinhard Giebel
> Alle Beiträge von Reinhard Giebel
Weitere CDs von Oregon:
> Live At Yoshi's > Northwest Passage
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