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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Oomph! - Ego |
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Zuerst wurden sie allerorts belächelt, inzwischen haben Oomph! zusammen mit den Rock-Heroen Rammstein ihr eigenes Genre und hunderte Mitläufer geschaffen. "Neue Deutsche Härte" schimpft sich die Mischung aus Metal, Industrial und elektronischen Klängen und ist derzeit angesagt wie nie zuvor.
Kein Wunder also, dass Oomph! ihr mittlerweile siebtes Album "Ego" nennen – ihr selbiges dürfte derzeit nämlich mehr als gestärkt sein. Bereits die erste englischsprachige Vorab-Single "Supernova" verzeichnet durchschlagenden Erfolg und läuft auf den Musikkanälen 'rauf und 'runter. "Ego" ist, verglichen mit dem Vorgänger "Plastik", auch sonst für die eine oder andere Überraschungen gut. Die stetigen Tempowechsel, zum Beispiel vom lässig-schleppenden Groove von "Bitter" hin zum aggressiven und metallisch harten Gitarrensound von "Viel Zu Tief", setzen neue Maßstäbe an den sonst oft einheitlichen Hammer-Rhythmus der Szene.
Beim Hören der Platte fühlt man sich an Korn, Gary Numan, Marilyn Manson und andere Industrial-Helden erinnert, die jedoch nicht kopiert oder imitiert erscheinen, sondern als passive Inspirationsquelle in Oomph!-typischer Manier ihren Einfluss in die 16 Tracks finden.
"Ego" gibt sich gefühlsbetont, dunkel und depressiv-melancholisch, verzichtet auf teils obszöne Zwei-/Eindeutigkeiten, wie Rammstein sie zu gern verwenden, und überzeugt durch mächtige Gitarrenwände, atmosphärisch-elektronische Klangteppiche und emotionale Spannungsbögen. Ein Album, das gefällt, und durchaus richtungsweisend ist.
Inga Stumpf
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