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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Okayplayer - True Notes Vol. 1 |
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Der Name Okayplayer hat sich im Bereich HipHop/Soul in letzter Zeit zu einer Marke entwickelt, die für Qualität bürgt. Seit der Gründung von okayplayer.com [klick] 1999 hat sich eine ganze Menge Künstler in die lose Gemeinschaft des "Okayplayer-Camps" eingereiht oder zumindest beim Karrierestart von der Website profitiert, als da wären z.B.: Talib Kweli, D’Angelo, Dilated Peoples, Eve, Erykah Badu, allen voran natürlich die großartigen Roots, Band von Okayplayer-Chef ?uestlove. Seit neuestem gibt’s jetzt, als logische Weiterentwicklung, auch Okayplayer Records, und nun soll also der Sampler "True Notes Vol. 1" den Startschuss geben für eine neue Ära dessen, was Freunde der sagen wir mal leichteren Art von Rap gerne als Backpacker-HipHop bezeichnen (auch wenn die Spaltung dieser beiden Lager spätestens durch everybody’s new darling Kanye West, den "first nigga with a Benz and a backpack", endgültig ihren Sinn verloren hat).
Diese Compilation bietet exklusive Tracks von Etablierten, Underground-Lieblingen und Newcomern; eins bleibt, wie zu erwarten war, recht konstant, nämlich die Qualität. Konstant hoch, versteht sich. Das Traumduo Aceyalone und Madlib kickt das Spektakel mit "K.O. Player" grandios druckvoll los, Blackalicious sind so groß wie sie eben immer sind, Skillz beweist auf seinen (geschätzt) 718. und 719. Samplerbeiträgen, dass es keinen Underground-MC gibt, der dringender endlich ein Album rausbringen sollte, und die Roots selbst lassen es sich natürlich auch nicht nehmen, mitzumischen, mit dem sehr guten, wenn auch absolut null aus dem Roots-Stil ausbrechenden und insofern sehr passend betitelten "Y’all Know Who". Die bisher unbekannten Künstler schlagen sich da nicht immer so perfekt, aber nie schlecht; großes Highlight hier "The Williams" von Nicolay & Supastition. Das große Finale liefert schließlich das schön relaxte "Act 2" von Instrumental-Meister RJD2, und fertig ist ein, auch ohne einige große wie Kweli, sehr gelungenes Werk, das auf eine goldene Zukunft hoffen lässt. An ?uestlove und seine Leute kann man sich wohl noch lange wenden, wenn man gute schwarze Musik hören will, das steht fest.
Alexander Karl
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