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CD-Review Ocean Voyager Titanic Expedition   CD-Review ::: Ocean Voyager - Titanic Expedition

Review Ocean Voyager - Titanic Expedition  
Review

Ocean Voyager
Titanic Expedition
Polystar / Polygram

Der Soundtrack zur Ausstellung
 
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Sie galt als das sicherste Passagierschiff der Welt, und auch heute noch ist ihre verschwenderische Ausstattung Vorbild und Mythos. In einer Zeit gebaut, als regelmäßige Reisen per Flugzeug noch nicht einmal denkbar waren (Verzeihung Monsieur Verne) und der Technikglaube der Menschen seine ersten fast religiösen Höhen erlebte, war sie das Symbol der untertan gemachten Erde. Mit ihr hatte der Mensch die Erde zum (Spiel-)Ball gemacht.
Am 15.04.1912 rammte die Titanic einen Eisberg und sank innerhalb kürzester Zeit, von den über 2200 Menschen an Bord wurden nur 712 gerettet.
Seit dem Untergang des Ozeanriesen war nichts mehr wie vorher, und auch heute noch gibt die Titanic ausreichend Stoff her für Filme und Legenden. Seit Anfang Mai nun ist in Hamburg "Expedition Titanic - Die Ausstellung" zu erleben. Gedacht als informatives Multimedia-Spektakel, bei dem auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, darf hier natürlich ein Soundtrack nicht fehlen.
So interessant das Thema der Aktion auch ist, so glatt und massenkompatibel kommt "Ocean Voyager" daher. Sequenzer und Synthesizer bestimmen die sphärischen Sounds und dienen getragenen filmischen Melodien. Der Soundtrack ist genau das, was er sein soll, nicht mehr und nicht weniger. Gewürzt mit einigen Sprecherzitaten ("Mayday, Mayday") fließt die Musik unauffällig daher, oder plätschert belanglos dahin. Man stellt sich tv-bekannte Bilder tiefer See und traurige Einsamkeit vor, Bösartiges oder gar Aktionsgeladenes fehlt - sicher auch mit pietistischem Vorbedacht.
Ohne die Ausstellung gesehen zu haben sind die 53 Minuten synthetischer Fingerspielerei dann doch eher vertane Zeit, und man sollte sich den Appetit auf's ganze Ereignis nicht verderben lassen. Eher farblos.
 
Dirk Jessewitsch
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