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CD-Review ::: Napalm Death - Smear Campaign |
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Fünf Studioalben in sechs Jahren - diese stolze Zahl können Napalm Death tatsächlich vorweisen. Aber Masse ist bekanntlich nicht immer gleich Klasse. Wirklich schlecht kann die Abrissbirne aus Birmingham wahrscheinlich gar nicht, aber so ein wenig machen sich erste Abnutzungserscheinungen auf "Smear Campaign" schon breit. Die Band besinnt sich zwar wieder mehr auf ihre Grindcore-Wurzeln und lässt Punk- und Death-Metal-Einflüsse stärker außen vor als in der Vergangenheit. Aber wirklich originell tönen die 15 Stücke nur selten.
Beim orgeligen Intro "Weltschmerz" könnte man meinen, die neue Cradle Of Filth liege im CD-Schacht, der Rest der Songs klingt dann aber eindeutig nach Napalm Death. Den Wechselgesang zwischen Barney und Mitch hat die Band weiter forciert. Mitchs Gekreische mag zwar extrem sein, besitzt aber durchaus auch Nerv-Potenzial. Ansonsten gibt es vertraute Klänge mit zahlreichen Blastbeat-Parts, aber eben nur eine handvoll Stücke, die sich durch starkes Riffing vom Grind-Brei abheben, etwa "When All Is Said And Done", "In Deference", "Identity Crisis" und "Persona Non Grata".
Kuriosität am Rande: Sowohl im Intro als auch bei "In Deference" ist Anneke van Giersbergen (The Gathering) zu hören. Allerdings ist ihr Einsatz so dezent, dass man schon gezielt darauf achten muss, um ihn zu bemerken.
Fazit: "Smear Campaign" ist ein solider Baustein in der Napalm-Death-Diskographie, aber sicher kein Highlight der Bandgeschichte.
Joachim Brysch
> Alle Beiträge von Joachim Brysch
Weitere CDs von Napalm Death:
> The Code Is Red...Long Live The Code > Leaders Not Followers: Part 2 > Leaders Not Followers
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