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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Mortiis - Some Kind Of Heroin |
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Remixe sind ja so eine Sache. Meist werden so unbedeutende Label-Kollegen (welche auch unbedeutend bleiben sollten) oder abgehalfterte Alt-Elektroniker protegiert. Seltener ergeben sich durch Remixe wahre Neuinterpretationen, eigenständig gut und das Plastik wert, auf dem sie erschienen sind.
Letzterer Fall trifft hier zu: Mortiis ließ von renommierten Bands wie Gothminister, Zombie Girl, Funker Vogt, Velvet Acid Christ oder In The Nursery Songs seines letztes Albums "The Grudge" verwursten. Herausgekommen ist "Some Kind Of Heroin", ein Konglomerat aus feinstem Electro und Metal, klanglich vielleicht am besten mit einem Output von KMFDM zu vergleichen.
Für die Electro-Fraktion gibt es da "Broken Sin", stimmlich vervollständigt von Stephan Groth, seines Zeichens Sänger von Apoptygma Berzerk, gemischt von XP8. Oder "Gibber", tortourisiert durch Velvet Acid Christ. Die Metalfreunde lassen zu "Way To The Wicked" (hier mischte The Kovenant) oder "Decadent & Desperate" (hier Kubrick) ihre Schädel kreisen. Besonders gelungen ist die Interpretation von den Helden In The Nursery, die "The Worst In Me" in ein Gewand aus feinster elektronischer Disharmonie und wavelastigen Klangstrukturen kleideten. Ein tief greifendes Erlebnis.
Gilt übrigens für die ganze CD!
Holger Galla
> Alle Beiträge von Holger Galla
Weitere CDs von Mortiis:
> The Grudge > The Smell Of Rain
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