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CD-Review Ministry Animositisomina (Dual Disc)   CD-Review ::: Ministry - Animositisomina (Dual Disc)

Review Ministry - Animositisomina (Dual Disc)  
Review

Ministry
Animositisomina (Dual Disc)
Silverline / Sanctuary
erschienen im November 2005
Industrial
 
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Hach ja, was haben wir sie abgefeiert... Damals, als Jesus noch Hot Rods baute, haben wir oft und gerne den Psalm Nummer 69 gesungen und auf der Suche nach der neuen Weltordnung das Gehirn fürchterlich verschwendet. Wie die Dreckschweine. Rein literarisch gesprochen, versteht sich.

Und heute? Nach einigen Alben, die nicht so ganz das Gelbe vom Ei waren, haben sich Al Jourgensen und Paul Barker noch mal aufgerafft und 2003 mit "Animositisomina" ein Album abgeliefert, das überraschenderweise noch mal Hoffnung auf Großtaten machte. Da gab es auf die Zwölf, da schrie sich Jourgensen die Seele aus dem Leib, die Welt bekam ihr Fett ab, da wurde alles was im Weg stand erbarmungslos niedergemetzelt. Ganz wunderbar. Jetzt erscheint "Animositisomina" (ein Hoch auf copy & paste!) via Silverline Records also noch mal als Dual Disc. Auf der CD-Seite das Album in bereits bekannter Form, auf der DVD-Seite hingegen gibt es den 5.1-Mix mit der höheren Abtastrate einer Audio-DVD. Das alleine rechtfertigt schon den Kauf dieser Neuauflage, denn was sich auf der heimischen Anlage entfaltet (entsprechende Hardware vorausgesetzt), ist ein wahr gewordener feuchter Traum in musikalischen Form. Die Soundtüftler Luxa / Pan (alias Jorgensen / Barker) haben hier alle Register gezogen, um im Kopf des Hörers einen Film loszutreten, der in seiner apokalyptischen Schönheit nicht besser hätte sein können. Auf einzelne Songs einzugehen wäre verschwendete Zeit, denn in seiner Gesamtheit entsteht eine Wuchtbrumme von Werk, für das in ähnlichen Gefilden angesiedelte Musiker töten würden. Das wirkt auch schon ohne die Einnahme verbotener Substanzen ganz vorzüglich.

Ein weiser Mann, dessen Name mir gerade leider entfallen ist, sagte einmal sinngemäß: "Ein Nörgler ist jemand, der seinen Kopf so lange schüttelt, bis er ein Haar in der Suppe findet". Kopf geschüttelt hab ich nun, und siehe da, in der leckeren Suppe finden sich leider einige Haare, so ist das Behind-the-Scenes-Video "Devil In The Details" schlicht enttäuschend (was nicht zuletzt an der mageren Spielzeit von unter fünf Minuten liegt), der Menüpunkt "Ministry: The Past, Present And..." ist nichts weiter als ein Interview der Band in Schriftform, das zu lesen auch keine Ewigkeit dauert. Aber gut, wenn es nicht mehr Material gibt, dann ist das wohl so.

Über die auf dem Cover angekündigten Computer-Extras kann ich nichts sagen, da das DVD-Laufwerk meines Computers standhaft die Mitarbeit verweigert und somit leider zu jener "limited number of models" gehört, bei denen das passieren kann. Da werde ich aufrüsten, versprochen. Das soll aber den insgesamt positiven Gesamteindruck nicht schmälern, weil - wie gesagt - schon der 5.1-Mix sein Geld mehr als wert ist. Großes Kopf-Kino.
 
Tom Küppers
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