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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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| Berlin |
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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| München |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Michaela Schaffrath - Ich, Gina Wild |
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Sicher, Autobiographien werden gegenwärtig inflationär auf den Markt geworfen und viele davon sind schlicht unnötig bis ärgerlich. Anders "Ich, Gina Wild".
Die Geschichte Michaela Schaffraths und ihrer Entwicklung von der ungeliebten, molligen Schülerin, bis zum feuchten Traum der männlichen Bevölkerung Deutschlands gewährt schließlich einen Einblick in eine Branche, die für viele noch völlig im Dunklen scheint, das Porno-Gewerbe. Das macht neugierig. Und Michaela befriedigt diese Neugier völlig ungehemmt und explizit. Dass sie dabei jeglichen literarischen Anspruch vermissen lässt, war vorauszusehen. Spätestens seit Bohlens Erstlingswerk hat damit auch keiner gerechnet. Die Pop(p)-Kultur gebiert in den seltensten Fällen Schriftsteller. Doch Michaelas Geschichte funktioniert eben anders. Sie befriedigt unseren voyeuristischen Instinkt, unterhält, und, was noch wichtiger ist, sie wirkt oftmals ziemlich aphrodisierend. Wenn Michaela davon erzählt, wie sie das erste Mal Sex mit einem anderem Mann neben ihrem Freund Axel hat und begeistert von seinem "großen Schwanz" spricht, braucht man keinen ihrer Filme zu sehen. Das innere Auge funktioniert durch ihre Erzählung auch so gut und spult einen mentalen Porno ab. Darüber, dass Michaela keine großartige und emotionale Erzählerin ist, kann man folglich auch hinwegsehen.
Fazit: Überraschung geglückt! "Ich, Gina Wild" ist für alle zu empfehlen, die sich vor dem Einschlafen noch ein paar Schweinereien erzählen lassen wollen.
Thorsten Wilms
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