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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Metallica - St. Anger (contra) |
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Dass Metallica nach langen Jahren endlich mit einem neuen Album am Start sind, ist bekannt. Platz 1 der Deutschen Album Charts spricht für sich. Hat "St. Anger" diesen Verkaufserfolg jedoch verdient? Meiner Meinung nach nicht. Ganz und gar nicht, sogar.
Metallica zeigen auf ihrem neusten Werk erstmals, dass sie keine Trends bestimmten, sondern dass der Trend sie überholt hat und die Vorzeige-Metaller krampfhaft versuchen Anschluss zu finden. Will heißen: Ein großes Stück System Of A Down hier, ein bisschen Rap-Grooves da und tiefer gestimmte Gitarren überall. All das wäre zu verschmerzen, wenn nicht gleichzeitig zwei weitere Tiefpunkte eingetreten wären. Der eine im Sound der Big-Budget Band: Lars Ulrichs Snare klingt wie eine rostige Regentonne an einer Straßenecke von Brooklyn und nervt speziell in schnellen Songs gewaltig. Das andere Manko wiegt ungleich schwerer und betrifft das Songwriting. Gute Ansätze werden auf "St. Anger" durch allzu spontane Breaks und merkwürdige Akustik-Parts verwässert. Gleichzeitig sind Stücke wie "Frantic" oder der Titeltrack durch endlose Wiederholungen auf über sechs Minuten gedehnt, was auch das Nervenkostüm des größten Metallica-Fans angreifen dürfte.
Metallica haben mit ihrem neusten Werk den absoluten Tiefpunkt ihrer Karriere erreicht. Das ist auch mit einem Pushead-Cover und einem Retro-Bandlogo nicht wieder gut zu machen. "St. Anger" beweist: Härter ist nicht immer gleich besser. Kaum zu glauben, dass es sich hier um die gleiche Band handelt, die mit "Master Of Puppets" einen Meilenstein des Heavy Metals kreiert hat.
Thorsten Wilms
> Alle Beiträge von Thorsten Wilms
Weitere CDs von Metallica:
> Some Kind Of Monster > St. Anger (pro) > Load
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