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CD-Review Melvins A Senile Animal   CD-Review ::: Melvins - A Senile Animal

Review Melvins - A Senile Animal  
Review

Melvins
A Senile Animal
Ipecac / Southern / Soulfood
erschienen im Oktober 2006
Indie Metal / Punk
 
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Story ::: vor 2001
Bandpage

Mal wieder frisches Blut, diesmal in Doppeldosierung namens Coady Willis und Jared Warren (Big Business) und durchgeknallt wie immer. So könnte man das neue Werk der besten Verrückten der Welt zusammenfassen. Oder man hört mal richtig hin und entdeckt dann das, was man ruhigen Gewissens Rückbesinnung an "Stoner Witch" nennen kann. Für manche durchaus reizvoll, denn dass sie wirr und (Achtung: Schimpfwort) progressiv mehr als überzeugend sind, steht völlig außer Frage, aber die eine oder andere konventionellere Songstruktur hat den Melvins meines Erachtens nach noch nicht geschadet. "A Senile Animal" setzt da an, und das Ergebnis ist schlicht umwerfend, knallt dazu ohne Ende, und hat, wie jedes Album, seine wunderschönen Momente, wenn sie einfach mal so drauf losspielen. Und wie nicht anders zu erwarten, wie alle Melvins-Alben keine leichte Kost, das sollte spätestens das Brummen des königlichen Verzerrers klarmachen, genau wie damals bei dem einen Konzert, bei dem das Publikum aufgrund des Brummens von gleich drei Tretminen vor Begeisterung auf die Knie sank. Kein alter Fan wird enttäuscht werden - aber: da Kommerz was damit zu tun hat, dass möglichst viele Menschen etwas gut finden könnten, ist das dann natürlich das kommerziellste Stück Musik der Band. Aber trotzdem (natürlich) Indie as fuck, ihr Szenepolizisten (hier sei auch die Zusammenarbeit mit Jello Biafra erwähnt. Anm.d.Red). Denn Gedanken wie "Absolute Frechheit! Zwei Drummer! Was machen die denn jetzt schon wieder?" hatte ich auch im Vorfeld. Und was bekam ich? Mein neues Lieblingsalbum. Insgesamt natürlich großartig, wie alles von ihnen. Und wegen vorstehender Gründe noch besser.
 
Tom Küppers
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