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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Mary Coughlan - The House Of Ill Repute |
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Die irische Songwriterin Mary Coughlan ist schon seit rund 20 Jahren aktiv. Diese Erfahrung hört man "The House Of Ill Repute" durchaus an. Coughlan pendelt recht sicher zwischen Jazz, Blues, Chanson und Pop, frei von Scheuklappen, nur geleitet von den eigenen Gefühlen. Und die sind durchaus düster: Der Bruch mit dem Lebenspartner hängt nach, musikalisch bedeutet das viel Moll, Melancholie und Trauer.
Die 49 Minuten besitzen folgerichtig jede Menge nachdenkliche, ruhige Momente, haben aber auch ihre Ecken und Kanten. Manchmal vielleicht ein bisschen zu viel davon. Denn ein säuselndes Saxophon, disharmonische Untertöne oder die jahrmarktähnliche Beschallung im Titelsong, in "Tootsies" oder "Some Cats Know" kann schon mal nerven. Andererseits weiß Coughlan mit sanften, hochemotionalen Stücken wie "Mary Mary", "In Your Darkened" und dem wunderschönen mit Dudelsack unterlegten "Antarctica" zu gefallen.
So gesehen spiegelt "The House Of Ill Repute" die unterschiedlichen Seelenzustände Coughlans gekonnt und abwechslungsreich wieder. Diese Zustände muss man nur (alle) mögen und teilen können, um der an der emotionalen Achterbahn auf "The House Of Ill Repute" nicht nur partiell, sondern komplett mit Genuss teilzunhemen.
Joachim Brysch
> Alle Beiträge von Joachim Brysch
Weitere CDs von Mary Coughlan:
> Red Blues
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