copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Werbung ist wie Teflon

Leserpoll
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...

Berlin
37.9%
eine andere
20.7%
Hamburg
17.2%
Köln
17.2%
München
6.9%
anzeige
anzeige
 
CD-Review Mardi Gras.BB Zen Rodeo   CD-Review ::: Mardi Gras.BB - Zen Rodeo

Review Mardi Gras.BB - Zen Rodeo  
Review

Mardi Gras.BB
Zen Rodeo
Emarcy / Universal
erschienen im März 2002
Ska, Funk, Soul, Blues, Filmmusik
 
> CD-Preisvergleich
> Jetzt bei Musicload downloaden
> Weitere Infos bei musicline.de
Bandpage
Sound & Video

"So I went into the record store and I saw this album sitting there and I say: Could I be right? Could that be it? A dynamite?" tönt es dem geneigten Hörer zum Auftakt von "Zen Rodeo", dem dritten Werk der Mannheimer Mardi Gras Brass Band, entgegen. Nach 13 glücksbringenden Stücken wird dieser die Frage mitnichten bejahen können, denn die 12-köpfige Band(e) um Jochen "Doc" Wenz und Uli "Reverend" Krug kredenzt in einer knappen dreiviertel Stunde ein unglaublich in die Beine fahrendes Gebräu. Dann sind längst all jene verstummt, die sich bisher echauffierten, dass Platten aus deutschen Landen allzeit nach eben solchen klingen.
Man stelle sich in etwa vor, dass sich Tom Waits und Captain Beefheart irgendwo in den Sümpfen von Louisiana zur Jamsession mit einer lokalen Brass Band treffen, allesamt mit Blechblasinstrumenten vom nächsten Trödelmarkt ausgestattet, um sich auch fulminate Weise vor diversen Musikstilen des letzten Jahrhunderts zu verbeugen. Der "Hop Sing Song" etwa bedient sich beim Ska, "Black Devil" beim Blues, das Instrumental "Chasin' Caine" bei Big Band Sound und ´60er Jahre B-Movie-Filmmusik und "Country Funkyfier" bei Funk & Soul. Dabei spielt die große Bläsersektion stets die Instrumente dominierende Rolle und schweißt die Songs in Zusammenarbeit mit dem traditionellen New Orleans Jazz zur brodelnden Einheit zusammen. Dem ganzen gibt die knarzige Soulstimme von Doc Wenz schließlich den Rest.
Wie bereits auf den Alben "Alligatorsoup" (1999) und "Supersmell" (2000) sind auch auf "Zen Rodeo" die eigenwilligen Coverversionen das Tüpfelchen auf dem "i". Da rumpelt zum Auftakt "Medicine Man" von den amerikanischen Avantgardisten The Residents im typischen Stil der MGBB los, überrascht Howe Gelbs "Sucker In A Cage" als noch schrägerer Countryrock als im Original von Giant Sand und wird Carl Douglas unsäglicher `70er Disco-Hit "Kung Fu Fighting" als schmissiger Mardi Grass Marsch (gleichzeitig die erste Single) zum besten gegeben.
So ist "Zen Rodeo" nichts weiter als die bis dato sonderbarste, frischeste und inspirierendste Unterhaltungsmusik bar allem Teutonischen aus dem Deutschland des Jahres 2002.
 
Christof Herrmann
> Alle Beiträge von Christof Herrmann
 
Weitere CDs von Mardi Gras.BB:
> 29 Moonglow
> Heat (2)
> Heat


Review   Mardi Gras.BB bei ebay

 

CD-Tipps

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007