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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Manic Street Preachers - Know Your Enemy |
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Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Was den meisten von uns im wahren Leben schon schwer fällt, war für die Manic Street Preachers sicher nicht einfacher. Das neue Album sollte auf keinen Fall so klingen wie das alte und das aus gutem Grund: "Tell Me Your Truth This Is Mine" war zu kalkuliert und zu glatt produziert, mit einem Wort: langweilig.
Dass die Manics in der Lage sind, aus Fehlern zu lernen und sich nicht nur Scorpions-like selbst zu reproduzieren, beweist ihre neue Veröffentlichung "Know Your Enemy". Vom rotzigen Opener "Found That Soul", über die Beach-Boys-inspirierte Singleauskopplung "So Why So Sad", bis hin zu "Miss Europa Disco Dancer" inkl. Bee-Gees-Sample, darf der Zuhörer teilhaben am musikalischen Reifeprozess der Band. Nicht, dass hier das Rad neu erfunden worden wäre, aber das neue Album klingt abwechslungsreich und lebendig (Kritiker würden ihnen allerdings vielleicht Konzeptlosigkeit vorwerfen). "Know Your Enemy" macht es wieder möglich, Spaß daran zu haben, den Manics beim Verbreiten von Melancholie und Verzweiflung zuzuhören.
Das wird wahrscheinlich auch Fidel Castro bestätigen, denn als weltweit erste Rockband stellten die Manics ihr neues Album live im Karl-Marx-Theater von Havana vor. In den USA werden sie so vermutlich kein Bein mehr auf den Boden bekommen, aber als überzeugte Sozialisten wird sie das wenig stören. Im Übrigen wären sie ja nicht die erste britische Band, die daran scheitert...
Oliver Hochscheid
> Alle Beiträge von Oliver Hochscheid
Weitere CDs von Manic Street Preachers:
> Lifeblood > Forever Delayed
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