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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Manfred Krug - Der Weihnachtskrug |
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Dass Manfred Krug singender Tatort-Kommissar war, ist vielen bekannt. Dass seine Karriere damals in der DDR als Sänger begann und erst später die Schauspielerei dazu kam, ist einigen möglicherweise neu. So ist es nicht verwunderlich, dass man seine recht eigenwillige Art, dem Jazzgesang zu frönen, in erster Linie als Flausen eines Schauspielers abtun will. Eigenwillig scheinen Manfred Krugs Interpretationen diverser Jazzstandards und in gleicher Weise scheinen seine auf "Der Weihnachtskrug" versammelten traditionellen deutschsprachigen Weihnachtslieder im Jazzgewand geartet zu sein. Die Idee zu einer Weihnachtsplatte stellte sich auf der Tournee des Manfred Krug Quartetts anlässlich eines Konzertes in einer Kirche in Rostock ein. Dieses war im Dezember 2001 und aufgrund der akustischen Bedingungen und seiner Vergangenheit als Duisburger Domsingknabe wurde spontan "Süßer die Glocken nie klingen" ins Programm aufgenommen. Über das Jahr wurden daraufhin die Arrangements für insgesamt zwölf Weihnachtslieder von "Alle Jahre Wieder" über "Es ist ein Ros' entsprungen" bis hin zu "Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen" erstellt und damit die Tradition bewahrend aufpoliert und in eine swingende Form gebracht. Nun ja, und ohne den um sich greifenden Amerikanismus - hier durch Swing und Jazz vertreten - zu sehr zu unterstützen, sind dabei die alten Lieder wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Vielleicht lassen sich damit zumindest diejenigen, die sich mit dem Jazz oder den Lounge-Sounds der aktuellen Musikströmungen befassen, dadurch mit den Eltern unter dem Baum vereinen und das Fest in entspannter Harmonie verbringen. Nicht nur für Weihnachtsfreaks oder Tartort-Fans.
Carsten Bäumer
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