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CD-Review ::: Mac Dowell & Krell - Echnatons Return |
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Die Tage werden wieder länger; der Himmel ist schon manchmal gänzlich wolkenlos. Ist auch schon wärmer jetzt.
Die passende Zeit also, um "Echnatons Return" zu hören. Flötist Lenny Mac Dowell und Keyboarder Lothar Krell legen mit diesem Titel ein Konzeptalbum über die erdumspannende Geschichte der Sonnenkulturen und -verehrung vor.
Eine CD mit Ohrwurmqualität. Mag einem vieles beim ersten Hören auch bekannt vorkommen, so ist genau dies der geschickte Kunstgriff, der einen den Silberling nach der ersten akustischen Begegnung immer wieder auflegen lässt.
Mit modernster Sampletechnik werden hier neben der Verwendung von Instrumenten verschiedener Kulturen unterschiedliche musikalische Einflüsse und Parts bekannter und erfolgreicher Produktionen zu einem Gesamtkunstwerk verwoben. Mal klingt es fernöstlich oder irisch nah, dann wieder vangelisch. Eine Melange ethnischer Klänge, denen Soul die Tiefe verleiht und die von packendem Rock zusammengehalten wird. Hier lassen sich kleine musikalische Perlen wiederfinden, die nun zur Veredelung eines größeren Schmuckstückes passgenau eingefasst sind. "Echnatons Return" ist zwar leichte, im musikalischen Mainstream verhaftete Kost, doch droht keine Gefahr in die große Beliebigkeit abzudriften. Zu geschickt ist dafür das Gesamtarrangement gewoben und zu groß das individuelle Können der beteiligten Musiker.
Mac Dowell und Krell haben mit Tony Clark an verschiedenen Saiteninstrumenten und auf der Shakuhachi; mit Ken Taylor am Bass, Bert Smaak an Schlagzeug und Percussion und Christian Schneider an Alt- und Sopransaxophon erfahrene Multiinstrumentalisten und international anerkannte Studiomusiker für diese Produktion gewonnen.
Hat Lothar Krell mit "Sinnfonie Für Amphitrite" noch ein kaltes und nahezu seelenloses Produkt geschaffen, so gelang ihm hier gemeinsam mit Lenny Mac Dowell ein die Seele wärmendes und verwöhnendes Werk. So nah liegen manchmal Gegensätze beieinander.
Es steht zu befürchten, dass "Echnatons Return" dennoch ein Schattendasein fristen wird. Wer in professionellen Kreisen als guter Studiomusiker bekannt ist, ist dies nicht auch im allgemeinen. Und zu vielfältig ist neben dieser Veröffentlichung das beständig hochgepushte Angebot an gern genommenen musikalischem Fast-Food.
"Echnaton" wird wahrscheinlich in den Läden verrotten und irgendwann als "Return" verramscht werden. Schade drum! Wer so der Lebenskraft der Sonne huldigt, hat es verdient, zumindest einen Frühling und Sommer lang in Helligkeit und Licht gehört zu werden.
Ärnst Stänkowskie
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