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CD-Review Love Like Blood Chronology Of A Love-Affair   CD-Review ::: Love Like Blood - Chronology Of A Love-Affair

Review Love Like Blood - Chronology Of A Love-Affair  
Review

Love Like Blood
Chronology Of A Love-Affair
Hall of Seremon / HOS

Gothic
 
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Gäbe es eine Hitliste mit den überflüssigsten CD-Veröffentlichungen - Love Like Blood hätte einen Platz unter den Top Ten wahrlich verdient. Was möchten uns die Gebrüder Eysel mit dieser Platte sagen?? Natürlich hat jeder von uns Idole und Vorbilder - aber muss man auf deren Gräbern tanzen? Wohl nicht. Aber die Zwei machen es trotzdem. Der arme Ian Curtis (Joy Division) kommt aus dem "Sich im Grabe herumdrehen" gar nicht mehr heraus.
Die Idee eines retrospektiven Rückblickes auf die Goth-Scene ist ja vollkommen in Ordnung. Aber den, wenn nicht toten, so doch ergrauten und vergessenen Bands auch noch Salz in die Wunden zu streuen, ist unfein. Die meisten dieser Gruppen wissen von alleine, dass ihre Zeit vorbei ist - obwohl... ...mit dieser Platte wird ihnen gesagt: Ihr könnt es immer noch besser als wir! Was für ein Zwiespalt!
Von 1980 bis 2000 werden Bands interpretiert, deren Mache zu diesen Zeiten groß waren, aber nicht immer so, dass wir daran erinnert werden wollen. Joy Division (R.I.P.), Bauhaus, The Cure, Sisters, The Cult, Marilyn Mansion und der Howard Carpendale des Goths Lacrimosa werden mit einer nicht allzu gut klingenden Stimme, zu langsamen Tempi und viel zu wenig des alten Flairs vorgetragen und schlecht gemacht. Einzig die Interpretation von Type O Negative's "Black No.1" und "Love Like Blood" von Killing Joke kommen dem Original bis fast zur Deckungsgleichheit nahe. Einzig bei Lacrimosa war da wenig zu zerstören. Provokante Frage bleibt aber, ob echte Kreativität eine Kopie überhaupt erlaubt.
Zusammenfassend kann man sagen: Kauft LLB's "Flags Of Revolution" - da waren sie noch Ausnahme-Musiker mit guten Ideen und sehr gutem Sound - und nur mit absoluter Überzeugung "Chronology Of A Love-Affair".
 
Holger Galla
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