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CD-Review 35007 35007   CD-Review ::: 35007 - 35007

Review 35007 - 35007  
Review

35007
35007
Stickman / Indigo

Desert-Rock
 
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Also zuerst mal nimmst Du jetzt den Bildschirm, drehst ihn in der Senkrechten um 180° und guckst dann nochmal nach dem Bandnamen! Ehrlich - versuch's ruhig! Naja, wenn's denn garnicht gehen will, wäre eventuell auch noch ein Handstand drin - versteht sich dabei wohl von selber, dass der dann aber auf dem Schreibtischstuhl stattzufinden hat!
Spätestens jetzt wird langsam jedem klar geworden sein, dass der Name der Band nicht 35007, sondern Loose und letztenendes alles eine Frage der Perspektive ist. Geschafft!
Loose brauchen solche Spiele, machen sie doch klar, dass der Mensch immer auch ein Produkt seiner verworrenen Sichtweisen ist und ab und zu auch mal nach innen forschen sollte. Den entsprechenden Soundtrack dazu liefern sie mit "35007" auf alle Fälle. Wer auf Bands wie Monster Magnet, Kyuss und vielleicht auch Hawkwind steht, wird seine helle Freude haben: Denn düster, psychedelisch und heavy sind nur unzureichende Attribute für die verspielt krautige, ja fast kauzige Art mit der sie altbackenem, epischem Rock neues, zeitgemässes Leben einhauchen.
Beispiel "Undo": Eine gnadenlos mumpfende Gitarre hackt einen monotonem Rhythmus, flirrende Synthesizerklänge umschwirren das Geschehen und eine Hammond-Orgel bläst ein zähes Solo in dein vegetatives Nervensystem. Die gewalttätigen Drums spielen keinen einfachen Takt, sondern hämmern unisono mit der Gitarre in dein Bewusstsein, der Bass zieht mit, im Hintergrund laufen Tapes und es agiert ein stimmliches Energiebündel - das muss jetzt sofort lauter!! Und - hat hier jemand was zu Rauchen?
Natürlich können sie auch anders und die Akustikballade "Vein" belehrt uns auch hier wieder (Wie schon beim Blick nach innen), belohnt dafür allerdings mit einer Ruhepause, die Platz macht für den nächsten Knaller.
Kein Zweifel, mit Loose ist dem Motorpsycho-Label Stickman ein satter Griff ins Kult-Kontor gelungen und sicher wird man noch in Jahren von dieser Band sprechen.
 
Dirk Jessewitsch
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