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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Lamb - What Sound |
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"Endlich!" sagen viele und meinen damit weniger das erscheinen des neuen Lamb-Albums "What Sound" als vielmehr, dass Andy Barlow und Louis Rhodes zu ihren Wurzeln zurückgekehrt sind. Sicherlich kann man das so betrachten, sofern man den Vorgänger "Fear Of Four" als entwurzelt sah oder hörte. Das ist sicherlich nicht ganz und gar von der Hand zu weisen, denn immerhin scheint es die Grundfeste von Lamb insoweit erschüttert zu haben, dass es schon fast wundert, dass "What Sound" überhaupt erschienen ist. Betrachtet man "Fear Of Four" als das, was es sicherlich damals war – als eine Reaktion auf das in Schubladen stecken der Musik von Lamb – so findet sich von "Cottonwool" über "Fear Of Four" zu "What Sound" dennoch eine überraschende Kontinuität. Und auch wenn "What Sound" wesentlich geschmeidiger zu sein scheint und somit auch wieder mehr Menschen anspricht als der Vorgänger, so finden sich immer noch und immer wieder die queren und rauen Töne, derer sich Andy bedient, um die Stimme von Louis zu umgarnen. Diese Kombination aus Fragilität, Rhythmen und symphonischen Elementen, der Zerbrechlichkeit Louis Stimme auf der einen, und ihre Vehemenz auf der anderen Seite, sind, waren und werden wahrscheinlich auch weiterhin das wesentliche Potential von Lamb bleiben. Auf "What Sound", dessen erste Single "Gabriel" geradezu hymnisch ist, entstehen die Tracks scheinbar immer neu und wenden sich von sich aus an die verschiedensten Empfindungen, derer wir fähig sind. Grandiose Songs wie "One", das leicht durchgedrehte "Sweet" und das pompös Drum'n'Bassige Instrumental "Scratch Bass" sorgen dafür, dass sich nicht nur der Singlekauf lohnt.
Carsten Bäumer
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