copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Werbung ist wie Teflon

Leserpoll
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...

Berlin
37.9%
eine andere
20.7%
Hamburg
17.2%
Köln
17.2%
München
6.9%
anzeige
anzeige
 
CD-Review Laibach Wat   CD-Review ::: Laibach - Wat

Review Laibach - Wat  
Review

Laibach
Wat
Mute / EMI
erschienen im September 2003

 
> CD-Preisvergleich
> Jetzt bei Musicload downloaden
> Weitere Infos bei musicline.de
Interview ::: vor 2001
Bandpage

Es soll ja immer noch Kollegen geben, denen allein beim Erklingen des Namens Laibach vor Freude die Tränen in die Augen schießen. Seit den Achtzigern ist es für einige Überflieger geradezu Pflicht, voller Andacht diesen Geräuschen zu lauschen, ja sogar ehrfürchtig auf die Knie zu fallen. In Gesprächen mit solchen Zeitgenossen wurde mir stets eindringlich erklärt, das sei ja wohl die "wahre Kunst" (es muss die Geburtsstunde des Begriffs "innovativ" gewesen sein) – leider ist diese Spezies immer noch nicht ausgestorben. Für mich waren diese ganzen unsäglichen Tonergüsse immer schon nichts anderes als kalter Kaffee und mit "Wat" ist jetzt der endgültige Beweis erbracht, dass Kakophonien auf Tonkonserven nichts anderes sind als simpler Schrott.

Mein Gott, oder wen immer wir jetzt zur Hilfe rufen sollten, dieser Combo ist einfach nicht mehr zu helfen. Bumm-Bumm-Tscha machen die nervenden Rhythmen der Trommel und Tscha-Tscha-Bum die Gitarre mit den tiefen Saiten, während der Sangesbruder so düster und böse wie Till Lindemann (Rammstein) auf Schlafentzug klingt.
Natürlich, das soll hier nicht unterschlagen werden, waren die Musiker aus Slowenien die ersten, die in dieser Adolf-goes-Rock-Tonlage versuchten, das menschliche Ohr zu schockieren – nur funktionierte das meines Erachtens allenfalls bei einigen Frühpubertierenden. Musik von Laibach beeindruckt doch höchstens noch Leute, die sich bis heute noch nicht dazu durchringen konnten, sich zu fragen, warum sie die ganze Zeit auf derartige Scharlatane hereinfallen.

Nehmen wir im vorliegenden Fall einfach mal das Stück mit dem gar erschröcklichen Titel "Hell: Symmetry". Erinnert sich noch jemand an Jane Birkins "Je t´aime... moi non plus"? Klauen wir jetzt noch ein wenig bei "Trans-Europa-Express" von Kraftwerk und fertig ist das Werk, oder sagen wir besser: der akustisch breitgetretene Quark. Dazwischen, genauso wie vorne oder hinten, immer wieder Stimmen und Texte aus dem Böse-Buben-Club – abgrundtief lächerlich das Ganze. Die Titel glänzen zum Teil in Endzeit-Stimmung und lauten beispielsweise: "Das Spiel Ist Aus" oder einfach nur "Ende" , wobei dieses Liedchen besonders durch seinen überragenden Wortwitz am Schluss besticht: "Das ist das Ende von Ende." Nun wäre es ja schön, wenn man tatsächlich an dieser Stelle sagen könnte: Das war's . Aber besagtes "Ende" ist das fünfte Stück von zwölfen. Der vorliegende Angriff auf den Menschenverstand dauert knapp eine Stunde.

Ach so, auf der CD befindet sich auch noch ein Video-Clip.
 
Norbert Striemann
> Alle Beiträge von Norbert Striemann

Review   Laibach bei ebay

 

CD-Tipps

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007