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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: LL Cool J - G.O.A.T. |
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Mal ehrlich, so ein bisschen hatten wir ihn beinahe vergessen. Und wenn wir dann doch mal an ihn erinnert wurden, dann gab James Todd Smith auf der Leinwand den liebenswerten Deppen, wie als Smutje in der unfreiwilligen "Der Weiße Hai"-Persiflage "Deep Blue Sea". Wenn er dabei, wie auch in Oliver Stones American Football-Drama "Any Given Sunday", auch gar keine so schlechte Figur machte, so meldet sich unser aller liebster Ladies Man nun unverhofft als der zurück, der die Dinge eigentlich ins Rollen gebracht hat. LL Cool J, der Schwergewichtsrapper, der HipHop mit Schmusesongs ("I Need Love") auch in die weißen Mainstram-Haushalte brachte, betitelt sein Album dann auch in längst vertrauter Selbsterkenntnis mit "G.O.A.T. - Greatest Of All Time". Ob er das nun wirklich ist, der größte Rapper aller Zeiten, das ist wohl doch eine Geschmacksfrage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Tatsächlich aber scheint der Ladies Man zumindest in der Black Community nach wie vor Gehör zu finden: LL rief und nahezu alle, von Redman über Methodman bis zu Ja Rule oder der G-Funk-Legende Snoop Dogg, kamen auch. So ist dann "G.O.A.T." auch nicht mehr und nicht weniger als eine neuerliche Bestätigung des status quo. LL Cool J war, ist und bleibt in der Tat einer der großen Emcees des HipHop und er weiß, was sein Publikum wünscht. Herzschmerz-Hingehauchtes ("This Is Us") findet sich hier also ebenso, wie Tracks, die das Haus rocken ("Imagine That"). Und ein bißchen Sozialkritik ist natürlich auch dabei ("Homicide").
Andreas Kötter
> Alle Beiträge von Andreas Kötter
Weitere CDs von LL Cool J:
> Mr. Smith > Phenomenon
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