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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Kristofer Aström - Northern Blues |
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"How much I really hate you / I hope you burn in hell" lautet eine Zeile in "How Can You Live With Yourself?" auf dem zweitem Soloalbum, "Nothern Blues", des Schweden Kristofer Aström, der es als Sänger und Gitarrist der Hardcore- und Postpunk-Band Fireside zu einigem Ruhm (und einem Plattenvertrag auf Rick Rubins Label American Recordings) brachte. Was also nach einer wahren Feedbackorgie anmutet, entpuppt sich von Beginn an als wunderschönes Folkpopalbum eines talentierten Singer/Songwriters.
Bereits der Opener "All Lovers Hell" (zugleich die erste Single) gibt die Richtung zwischen Melodie und Melancholie vor. Da ergeben akustische Gitarre, dezentes Schlagzeugspiel, perlendes Piano und wohlige Streicher einen vollen, aber gleichwohl zurückhaltenden Sound, der noch genügend Raum für die sanfte Stimme Aströms und dessen Geschichten über Liebe und Leid lässt. Während "Summer Version" eine eher unspektakuläre Ballade ist, verbreiten die beiden fragilen und – Gott sei Dank – überlangen Hymnen "Defender" (7:38) und "You Don’t Know How Good You Are" (10:54) reine Magie. Wertvollen Beitrag zur Meisterschaft leisten dabei die Begleitcombo Hidden Truck und Paul Bothen mit seiner nuancierten Produktion.
So liefert Kristofer Aström mit der Kopfhörerplatte "Northern Soul" dem Hederos & Hellberg, Nick Drake und Elliott Smith verehrenden Leisetreter zehn Gründe in Form seelenvoller Songs, um vielleicht doch mal ins musikalische Schlaraffenland Skandinavien zu reisen, wenn nicht zu ziehen.
Christof Herrmann
> Alle Beiträge von Christof Herrmann
Weitere CDs von Kristofer Aström:
> & Hidden Truck - So Much For Staying Alive > Loupita > Leaving Songs (2) > Leaving Songs > Go, Went, Gone
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