 |


|
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
|
| Berlin |
 |
  37.9% |
 |
| eine andere |
 |
  20.7% |
 |
| Hamburg |
 |
  17.2% |
 |
| Köln |
 |
  17.2% |
 |
| München |
 |
  6.9% |
 |
|
|
|
|
|
 |
| |
 |
CD-Review ::: Kevin Coyne - Knocking On Your Brain |
 |
Mit "Knocking On Your Brain" hat Coyne es inzwischen auf stattliche 34 Solo-Alben gebracht Er hat damit zwar nie den Ruhm erreicht, den man ihm schon bei seinem deutschen Erstling "Marjory Razor Blade" (Virgin) prophezeite, aber im eigenen Metier wohl alle um Längen geschlagen, mit denen man ihn seit den späten Sechzigern verglich. Cohen und noch öfter Dylan waren die Hausnummern unter denen der sarkastisch bissige Brite geführt wurde und seine Live-Performances, solo oder mit Band, hinterließen zumindest immer den gleichen, tiefen Eindruck wie die der beiden Hippie-Denkmäler.
"Knocking On Your Brain" ist in vielerlei Hinsicht kein gewöhnliches Coyne-Album. Aufgenommen und komponiert in nur drei Tagen treffen hier ganz unterschiedliche Musiker aufeinander. Tom G. Liwa (Flowerpornoes), Willy Wagner (Ex-Rio Reiser Band), Ali Neander (Rodgau Monotones), Ralf Gustke (Gianna Nannini) und Gary Lucas (Joan Osborne, Captain Beefheart, Jeff Buckley...) scheinen Coyne gesucht und gefunden zu haben. Denn bei den 22 Titeln wiederholen sie sich fast nie, setzen Coynes Stimme und Texte gekonnt in Szene und schaffen, oft laid back, eins der unterhaltsamsten und gehaltvollsten Alben des Malers, Dichters und Musikers. Fast spielerisch gehen die sechs mit Blues, Rock und dem bekannt experimentellen Songwritertum des Briten um, bringen jede Menge eigener Ideen ein und bereichern die Stücke um eine lange Liste musikalischer Zitate.
Auch dank der hervorragenden Produktion ist mit "Knocking On Your Brain" ein Album entstanden, das Coyne schon vor 15 Jahren hätte machen sollen und können. Vielleicht wäre dann aus dem Exoten ein erfolgreicher Querdenker geworden. Klasse!
Dirk Jessewitsch
> Alle Beiträge von Dirk Jessewitsch
 |
Kevin Coyne bei ebay |
 |
|
|
|
 |





|
 |