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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Karl Bartos - Communication (pro) |
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Den Einfluss von Kraftwerk auf die elektronische Musik noch einmal betonen zu wollen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Also lassen wir das und fragen lieber, ob diese Tatsache gleichzeitig auch bedeutet, dass ein ex-Kraftwerker wie Karl Bartos auch 2003 der Entwicklung voraus oder doch zumindest auf der Höhe der Zeit ist. Soviel wird schon bei den ersten Sequencer-Takten von "Communication" klar: Bartos hat nichts verlernt, Tracks wie "The Camera", "Reality" oder "Electronic Apeman" stellen 99 Prozent von dem, was sonst an Elektro-Sounds die Charts verschmutzt, ins Abseits. Auf "Communication" ist alles im Überfluss vorhanden, Melodien und Grooves, Beats und Loops – und alles hitverdächtig. Nur: der Zeit voraus ist das nicht mehr. Das alles hat man so oder ähnlich schon gehört, bei Bartos oder Kraftwerk selbst, bei New Order oder Electronic ("Life" etwa klingt wie ein New Order-Track und es scheint tatsächlich, dass B. Sumner hier die Vocals übernommen hat – das Booklet gibt darüber allerdings keinen Aufschluss), bei OMD oder Human League. Wer nun entegen hält, dass dieses Album dann wohl auch kaum auf der Höhe der Zeit sein kann, dem möchte ich erwidern, dass Jetzt und Hier musikalisch die Achtziger sind, punktum. Und in diesem Sinne konnte sich Bartos kaum einen besseren Zeitpunkt für "Communication" aussuchen. Dieses Album ist Elektronik-Pop der allerbesten Sorte, nicht mehr, aber ganz sicher auch nicht einen Jota weniger.
Andreas Kötter
> Alle Beiträge von Andreas Kötter
Weitere CDs von Karl Bartos:
> Communication (contra)
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