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CD-Review Kante Zweilicht (2)   CD-Review ::: Kante - Zweilicht (2)

Review Kante - Zweilicht (2)  
Review

Kante
Zweilicht (2)
Kitty-yo / EFA

Pop / Rock / Indie
 
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Interview ::: August 2004
Bandpage
Letzte News ::: 04.05.2005
Sound & Video

Und wieder so ein Missverständnis, ein Irrtum, eine falsche Fährte. Und ich natürlich mittendrin. Das erste, was ich über Kante wusste, war, dass sie aus Hamburg kommen. Das erste, was ich von Kante gehört habe, war die vorab-Single (oder Hymne, oder Programmansage...) "Die Summe der einzelnen Teile". Kantes Debütalbum "Zwischen den Orten" kenne ich (immer noch) nicht. Natürlich habe ich schon nach wenigen Takten den nächsten großen Hamburg-Hype gewittert (obwohl ja scheinbar jetzt erst mal Berlin an der Reihe ist), natürlich habe ich mich zunächst mal etwas genervt an Blumfeld (die ich, nebenbei gemerkt, sehr schätze) erinnert gefühlt, natürlich bin ich erst mal irritiert, wenn jemand Sätze singt wie: "Wir leben für einen Glauben/ der unserer Gegenwart vorauseilt." Was für ein Statement.

Aber natürlich kann man einer Band nicht vorwerfen, aus Hamburg zu kommen. Natürlich stellte sich heraus, dass zwei der Musiker von Kante, Peter Thiessen (Gitarre und Gesang) und Michael Mühlhaus (Keyboard), auch bei Blumfeld beschäftigt sind. Trotzdem: das alles kann man erst mal über Bord werfen und vergessen, wenn man kann; als musikalische Orientierungsmarke in Hinblick auf "Zweilicht" taugt "Die Summe der einzelnen Teile" überhaupt nicht. Kante betreten mit ihrer zweiten CD ganz andere musikalische Wege. Oder vielmehr: Pfade. Forscher "unterwegs zur Musik/ bis an die Grenzen unserer Physik."

Die Richtung wird von Produzent Tobias Levin vorgegeben, Kopf der seelenverwandten Cpt. Kirk &., und bekennender Robert Wyatt- und Mark Hollis/Talk Talk-Verehrer (man vergleiche "Round About Wyatt" von 1994, ein Meilenstein, was die Herangehensweise an Coverversionen betrifft). Die späten Talk Talk natürlich, die Ende der 80er Jahre mit "Spirit of Eden" (1988) und vor allem dem wunderbaren "Laughing Stock" (1991) auf eine musikalische Entdeckungsreise gegangen sind, auf der sie viele, denen soviel Interesse an und Liebe zur Musik um ihrer selbst Willen offenbar zuviel war, irritiert zurückgelassen haben, und denen Kante beispielsweise auf "Best Of Both Worlds" mit seinem behutsamen Bläser- und Pianoeinsatz schon sehr nahe kommen. Als weitere Einflüsse wären zu nennen: Sonic Youth, sämtliche Bands, bei denen John McIntyre beschäftigt ist (The Sea & Cake, Tortoise, Gastr del Sol), Bob Dylan, Van Morrisson, John Coltrane (?), Mississippi John Hurt, usw. usf. Ihre Mittel sind Streicher, Bläser, Polyrhythmik, viel Zeit, viel Raum, und viel Konzentration, die sie auch vom Hörer einfordern.

Die Platte endet mit dem Stück, und mit den Worten, "My Love Is Still Untold"; das darf man durchaus als Versprechen lesen. Kante sind noch längst nicht da angekommen, wo sie hinwollen. Einige werden es lieben, einige werden es hassen; spannend, mutig und interessant ist "Zweilicht" allemal. Man muss nur zuhören.
 
Olaf Bentkämper
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Weitere CDs von Kante:
> Zombi
> Zweilicht


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