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CD-Review José Padilla El Sueño De Ibiza   CD-Review ::: José Padilla - El Sueño De Ibiza

Review José Padilla - El Sueño De Ibiza  
Review

José Padilla
El Sueño De Ibiza
eastwest / Warner Music
erschienen im Juni 2002
Chillout
 
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Es gibt absolut keinen Grund, zynisch zu werden, wenn man erfährt, dass mit "El Sueño De Ibiza" ein Film über drei junge Menschen auf Ibiza gedreht wurde. Nein, dazu gibt es wirklich keinen Grund. Augenblicklich drängen sich einem gleich so viele Klischees auf, dass man gar nicht mehr groß erstaunt ist, dass für die Zusammenstellung des Soundtracks kein geringerer als der ibizänkische Großvater der Chillout-Kultur, José Padilla, verantwortlich ist. Mit seiner "Café Del Mar"-Reihe und seinem Soloalbum "Navigator" hat er hinlänglich bewiesen, dass er der richtige Mann für entspannte Stunden ist.

Einen Soundtrack sollte man nach Möglichkeit am dazugehörigen Film messen und das fällt in diesem Fall schwer. Daher versuche ich, mir auszumalen, wie der Film denn so aussehen könnte... Also: Augen zu - José auf die Ohren und los gehts: "El Sueño De Ibiza" handelt von drei Jugendlichen, die auf Ibiza leben - soviel ist klar. Es geht also bestimmt um Liebe, aber auch und vor allem um jugendliche Verwirrtheit. Ich sehe Seat-Marbella-Cabrios auf staubigen Pisten, minutenlange Kamerafahrten am Meer entlang, ich sehe Nightclubs, Partyvolk und Drogen (schließlich spielt der Film auf Ibiza und nicht auf irgendeinem langweiligen Reha-Rentnereiland). Eigentlich sieht man alles, was man sehen möchte und ich schätze, daran ist José Padillas Soundtrack nicht ganz unschuldig, bietet er doch vor allem oft gehörtes Chillout-Material, kitschige Eigenkompositionen mit hypnotischen Gesängen, iberischem Gitarrenklampf und Fußgängerzonenmusikanten aus den Anden, den x-ten Remix seines großen Erfolges "Adios Ayer", aber auch einige hörenswerte Tracks wie Stacos "What's Happening" oder Zuells "Neptune". Sein besonderes Talent beweist Padilla auf diesem Album immer dann, wenn er die mittlerweile stark angestaubte Chillout-Liga verlässt und auf weniger ausgetreten Pfaden seinen Weg geht. Ich hoffe, dass auch der Film dem von ihm vorgegebenen Weg folgt, denn sonst gäbe es zu guter Letzt doch noch einen Grund, zynisch zu werden...
 
Oliver Hochscheid
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