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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Jet - Dirty Sweet EP |
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EPs wirken wie Relikte aus längst vergangenen Tagen. In Zeiten, in denen Newcomer plötzlich einfach da sind, weil Deutschland gerade einen neuen Superstar sucht oder weil millionenschwere Marketingkonzepte endlich aufgehen, wirkt die alte live-spielen-und-EP-veröffentlichen-und-dann-irgendwann-ganz-groß-sein-Methode ziemlich antiquiert. Umso schöner ist es aber, wenn dieses Konzept dennoch funktioniert. Ob das bei Jet wirklich der Fall sein wird, muss sich natürlich noch herausstellen, aber der Anfang ist allemal gemacht.
Erste Lorbeeren erntete die Band bereits im Vorprogramm der Rolling Stones und auch der NME überschlug sich in seinen Kritiken - und das nicht zu unrecht.
Vier Songs finden sich auf der "Dirty Sweet"-EP und lassen Großes erhoffen: "Take It Or Leave It", der dreiminütige Opener glänzt mit eingängigen Gitarrenriffs, "Cold Hard Bitch" und "Rollover D.J." erinnern extrem an die musikalische Radikalität der Stones, und mit "Move On" beweisen Jet ihre ausgefeilten Songwriterqualitäten, die besonders in der harmonischen Abstimmung von Text, Arrangement und Melodie hervorstechen.
Im September 2003 folgt ihr erstes komplettes Album, und wenn dieses nur einen Bruchteil von dem hält, was dieser Vorgeschmack verspricht, habe ich bald eine neue Lieblingsband.
Matthias Brücher
> Alle Beiträge von Matthias Brücher
Weitere CDs von Jet:
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