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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Jean Beauvoir - Bare To The Bones |
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Wer Jean Beauvoir nicht kennt, der würde, vom Cover aus schließend, so etwas wie Brachial-Metal erwarten. Das entspricht mitnichten dem, was dieses, teils als "Best Of" - Album und teils aus neuem altem Material zusammengestellte Werk liefert. Als Fünfzehnjähriger war Jean Beauvoir Bassist der legendären Punkband Plasmatics, die mit ihrer Frontfrau, welche angeblich aus dem Lager der professionellen Liebesdienstleister stammte, für Aufsehen sorgten. Auch seine weiteren Kollaborationen sind mit Namen verbunden, die den Bekanntheitsgrad von Jean Beauvoir weitaus übertreffen. So hat er unter anderem an den Little Stevens-Alben "Man Without Woman" und "Voice Of America" mitgewirkt und mit dem ehemaligen Nena-Keyborder Uwe Fahrenkrog-Petersen schrieb er einige Songs zusammen und, und, und - aber "Back To The Bones": Was in den Achtzigern und auch Anfang der Neunziger noch wunderbar klang, taugt heute gerade noch dazu als Soundtrack für die Wiedervereinigung von Tom Cruise und Nicole Kidman zu dienen. Die überarbeitete Version seines alten Hits "Feel The Heat" hat an Profil verloren und schafft es nun nicht einmal mehr, sich aus der seichten Brandung der ihn umgebenden Songs zu erheben. Und auch eine Coverversion von "California Dreaming" macht nicht mehr als eben den Traum von einem unterhaltsamen Tonträger. Sorry Jean, ich kann dir leider nicht guten Gewissens auf die Schulter klopfen, auch wenn ich das schon der alten Zeiten wegen gerne getan hätte...
Carsten Bäumer
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