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CD-Review Jazzanova Remixed   CD-Review ::: Jazzanova - Remixed

Review Jazzanova - Remixed  
Review

Jazzanova
Remixed
Compost Records / PP Sales Forces
erschienen im Mai 2003
NuJazz
 
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Beatstadt Berlin und seine Compost-Herrschaften machen es diesmal andersrum: Kommet und remixt für uns!
Gesagt, getan. Nur ein Jahr nach dem "In Between"-Album sind Jazzanova wieder auf dem Markt. Deutschlands Chef-Remixer und NuJazz-Pionieren wird diesmal die geremixte Ehre erwiesen. 150 Minuten feine Kompilation auf zwei CDs (teilweise Singles auch als 12" Vinyl zu haben), mit dabei bekanntere (Vikter Duplaix, die großartigen Beanfield, King Britt, Kyoto Jazz Massive, Stereolab, Ian O´Brien, Madlib, Bugz in the Attic, ja sogar Jazzy Jeff) und vermeintlich unbekanntere Künstler (DJ GHE, P. Smoovah, Ayro, Domu, Wahoo und Wah-Chu-Ku) die teilweise richtig feiste Mixe hinlegen, denn zuweilen entfernen sie sich weit von den genuinen Tunes aus Berlin. Genau hier hat der Frosch die Locken: Es ist besonders erfreulich, dass, je tiefer man sich "Remixed" in die Gehörgänge brennt, sich stellenweise vom typischen Jazzanova-Sound (nicht negativ konnotiert) loslöst und eine seichte Eigenständigkeit diverser Remixe breit macht. So kam es mir in den Sinn. Vor allem die wirklich schöne Version von "Keep Falling" (unverkennbares Organ: Ursula Rucker, bekannt durch ihre 4 Hero-Kollaborationen und durch Soloalbum "Supa Sista"), die hier von einem Schweden namens Forss in einen bizarren Groove-Diamanten geschliffen wird, hat unterschwelliges Hit-Potenzial. Großer Song. Auch der gute DJ DSL hinterlässt seine Spuren; stampfende Beats, wabernde Basslines, getragen von einem Gerüst aus HipHop, "What more can I say?"
Die Marke NuJazz pflegt internationale enge Kontakte, feste Strukturen entstehen und das beste daran ist, dass der NuJazz an sich, also die Essenz, die Musik, davon nur profitieren kann. Von Compost aus Berlin bis East London, Straight No Chaser. Man hört sich gegenseitig zu, man hat offensichtlich Feez daran, sich die Musik der Anderen als Nährboden für das eigene tonale Austoben zu Nutze zu machen. Von Abkupfern kann keine Rede sein. Ich nenne das progressiv.
Jazzanova "Remixed" ist eine Remix-Werkschau die atmet, die pulsiert. Fernab von gehypter "Eighties-Electro-Clash"-Schublade und Sounds mit beschränkter Haltbarkeit. "Remixed" ist ein fast drei Stunden laufender Klangteppich. Über Qualität muss man im Zusammenhang mit Jazzanova (und überhaupt Compost Records) nicht wirklich reden. Und dass das so ist, beweisen nun mal alle Alben von Jazzanova. Das ist keine gewagte Behauptung sondern knallhartes Faktum. Und weil sich das am Ende einer Rezension so hart liest, schließe ich folgendermaßen ab (Achtung, Fremdsprache): The essential remix package not only for spring, but for all occasions in which beauty shall be the omnipresent force...
 
Banhart Yorck
> Alle Beiträge von Banhart Yorck
 
Weitere CDs von Jazzanova:
> In Between
> The Remixes 1997 - 2000


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