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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Jasper van't Hof - Canossa |
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Dieses ist das zweite Album der Jasper van't Hof-Combo Face To Face nach dem Erstling von 1994. Man kennt den Niederländer als umtriebigen Pianisten und Keyboarder, der in einer mittlerweile 30jährigen Karriere legendären Gruppen wie Pork Pie oder Pili Pili seinen Stempel aufdrückte; man kennt Japser als inspirierten, eminent swingenden Instrumentalisten/Komponisten mit originellem Geschmack, als den Meister der opulenten Intros und ausladenden Improvisationen, der sich gern vom eigenen Schwung mitreißen läßt.
Mit dem Saxofonisten Ernie Watts und dem Bassisten Bo Stief stehen ihm hier hervorragende Musiker zur Seite; dazu als Gast der allseits geschätzte Nippie Noya als Perkussionist. Die sieben Titel der vorliegenden CD - allesamt Kompositionen im verhaltenen Tempo von van't Hof, Watts, Stief und Charlie Mariano - lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: zum einen atmosphärisch dichte, balladesk-lyrische Stücke mit wunderschönen Saxofon-Chorussen und andererseits Tracks mit monotonem, stampfendem Beat vom Schlagzeug (ein nicht genannter Drum-Computer?). Das 17-minütige Titelstück "Canossa" verwendet in der zweiten Hälfte einen starren, einfallslosen Drum-Groove mit betonter "4" - das nervt trotz großartiger Improvisationen von Watts und van't Hof. In solchen Stücken werden die Baß-Fähigkeiten von Bo Stief verschenkt, und Nippie Noya scheint nur als Alibi zu dienen.
Reinhard Giebel
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