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CD-Review Jamie Foxx Unpredictable   CD-Review ::: Jamie Foxx - Unpredictable

Review Jamie Foxx - Unpredictable  
Review

Jamie Foxx
Unpredictable
J Records / SonyBMG
erschienen im April 2006
R&B
 
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Bei den SonyBMG-Bossen reibt man sich bestimmt jetzt schon zufrieden die Hände ob des Mega-Sellers, den Herr Foxx hier aus dem Ärmel schüttelt. Vom Oscar-Gewinner zum Grammy-Dominator? Sehr unwahrscheinlich erscheint es nicht. Schon "Unpredicatble", die erste Single, groovt den Sommer in die Herzen des Hörers. Der Ludacris-Part haut mich schlichtweg um. Und dann diese Bridge...hmmmmm.

Stilsicher, aber gesangstechnisch irgendwie ganz anders als bei der ersten Nummer, schwadroniert er beim zweiten Song "I Got A Warm Bed". Feiner Gesang, gute Produktion, alles top. seine Stilvielfältigkeit wird er im Laufe des Albums aber noch mehrfach unter Beweis stellen. Mal klingt er nach Kelly, Joe oder anderen aktuellen R&B-Größen, dann haut er einen perfekten Stevie Wonder raus ("Heaven", eigentlich einer der wenigen schwächeren Songs des Albums).

Track drei: Die erste Ballade feat. Twista ("DJ Play A Love Song). Yes Baby, you got it. Jamie hat auf jeden Fall das Love-Song-Timbre in der Stimme, wie es nicht viele haben - außer den bereits Erwähnten möchte ich auf jeden Fall noch Usher und Prince erwähnen. Übrigens, das neue Prince-Album "3121" ist ein echter Knaller.

Stück vier: "With You" protzt mit Snoop und The Game als Gast-Rapper. Herr Foxx singt in bester R. Kelly-Manier dazu, kann man nicht schlecht finden, tut mir Leid.

"Can I Take You Home", mellow und schön, aber nicht ganz so catchy wie die Vornummern.

Na ja, die "Love Changes"-Version hätten wir uns an dieser Stelle gerne sparen können. Mother's Finest oder Kashif hatten da trotz Mary J. Blige's Hilfe deutlich mehr Soul. Aber wer's nicht im Original kennt... - ist immer noch ein tolles Lied, auch in dieser Variante.

Wahnsinn dagegen "Extravaganza" feat. Kanye West: Ein grandioser Hit, der herrlich dramatisch 'rüberkommt ("I had one too many drinks..."). Irre.

Es folgen im Weiteren noch super produzierte Balladen, die wirklich zu Herzen gehen und auf den Punkt treffen. Geile Hooks, einfach richtig fette Teile. Man muss natürlich Bock auf Slow Jams haben, aber wenn man erstmal in Bewegung ist, geht alles andere wie von selbst - die Bässe besorgen den Rest. Lowrider auf die Spur ("Three Letter Word", "Get This Money", "VIP", "Do What It Do", "U Still Got It" feat. Common). Wurde auch Zeit, dass mal wieder mehr Wert auf die Ballade gelegt wird, so'n paar lustlos Dahinproduzierte wollen wir nämlich gar nicht mehr hören.

Klar, auch hier finden sich noch ein paar Hänger ("Storm, "Heaven", "Wish You Were Here"), aber die Hit-Dichte ist enorm.

Ich finde die Scheibe super und freue mich.
 
Der Heilige Thöm
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