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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Incubus - S.C.I.E.N.C.E. |
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Als vor einigen Monaten die kalifornische Band Incubus ihre Debüt-EP veröffentlichte, da wusste man nicht so recht, ob man ob der Crossover-Mixtur von "Enjoy Incubus" eher von der Last der späten Geburt sprechen oder aber ob der Präzison und Raffinesse der Kompositionen den Hut vor dem Quintett aus Calabasas (nördlich von L.A.) ziehen sollte.
Mit "S.C.I.E.N.C.E." wagt man sich nun an Albumlänge heran und geändert hat sich nicht viel. Noch immer glaubt man, alles so oder ähnlich schon einmal gehört zu haben. Gleichzeitig aber muss man gestehen, dass nur in den seltensten Fällen der Vortrag so gelungen war wie bei Incubus.
Gefällt sich Sänger Cornelius deutlich in der Mike Patton-Rolle, so erinnert der Band-Sound an sich wohl auch wegen DJ Lyfe, dem scratchenden DJ, eher an die verblichenen Bay Area-Funker Mordred. Auch die integrierten meisterhaft einen Mann an den Turntables in ihren Gesamt-Sound.
Am stärksten ist die Band dann, wenn sie vorbildlich mit dem Rhythmus spielt: So in "Glass" und vor allem im 70ties-Soul-Funk von "Summer Romance", das durchaus Hit-Qualitäten hat. Der Einsatz von Percussion, mal im Santana-Style, mal beinahe Drum'n'Bass-verdächtig, macht zusätzlich Freu(n)de.
Eine Band mit hohem spieltechnischen Potenzial, die auch im Riff-Gewitter nie den Funk aus den Augen verliert, der aber noch der rechte, sprich eigenständige Schliff im Song-Writing fehlt.
Andreas Kötter
> Alle Beiträge von Andreas Kötter
Weitere CDs von Incubus:
> A Crow Left Of The Murder > Morning View > Enjoy Incubus
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