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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: In-Grid - Rendez-vous (2) |
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Das Lexikon zeigt unter "überflüssig" "Rendez-vous", das Debüt-Album von In-Grid. Der Norditalienerin schusterten die Italo-Disco-Spezialisten Larry Pignagnoli und Marco Soncini neben dem Top-Ten-Hit "Tu Es Foutu" weitere elf französische Tanz-Liedchen zusammen, die meist nur durch den Text voneinander zu unterscheiden sind. Der penetrante Zweiviertel-Disco-Beat treibt als Perpetuum Mobile alle Songs (bis auf "Va Au Diable") bis zur Grenzdebilität, so dass man sich fragt: Wozu gibt es zwischen den Stücken Pausen?
Über den dumpfen Zappelkeller-Rhythmus und die sonnigen Synthie-Harmonien haucht In-Grid Möchte-Gern-Erotik. Sie will lasziv und mondän klingen, ist aber nur ein Lust tötender Abklatsch der sinnlichen Arroganz einer Madonna oder Sophie Ellis-Bextor.
In-Grids schwüles Gehauche, die Melodien und der dezent eingestreute Akkordeon-Sound sind von Lied zu Lied austauschbar. Und damit man ja nicht vom Klon-Schema der Songs abweicht, haben die Stücke in etwa die gleiche Länge von dreieinhalb Minuten. Genau das ist der große Pluspunkt des Albums. Denn so erreicht dieses musikalische Vakuum nur ein Volumen von 43 Minuten.
Thorsten Schatz
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