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CD-Review ::: Ill Nino - Revolution Revolucion |
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Wer hätte gedacht, dass die Band, die 1998 unter dem Namen El Nino in Erscheinung trat, nicht wie vermutet in der Versenkung verschwunden ist, sondern sich drei Jahre später höchst aktiv über Roadrunner zurückmelden würde. Nicht mehr mit dabei ist Merauder-Frontmann Jorge Rosade, dafür hat Bassist Chris Machado den Viersaiter in die Ecke gestellt und agiert jetzt am Mikrophon. Gute Idee, denn der bis dato unbekannte Latino-Amerikaner paart ungezügelte Aggression mit ausdrucksstarker Melodie und lässt Ill Nino so viel abwechslungsreicher und eigenständiger erscheinen, als das trotzdem sehr gute 7-Song Demo von El Nino erwarten ließ. Mitverantwortlich für den Soundwechsel weg vom sehr Hardcore-lastigen Songwriting hin zum Nu Metal dürfte Ex-Pro Pain und M.O.D. Drummer Dave Chavarri sein, der seinen musikalischen Horizont bei Soulfly erweitern durfte. Mittlerweile klingt die zum Sextett erweiterte Dampfwalze wie eine Mischung aus Earthtone 9, Linkin Park und Slipknot, will man Vergleiche für sowohl Melodie und Brutalität suchen. Was die Band trotzdem einzigartig macht: spanische Textzeilen und diverse Latino-Soundexperimente, die irgendwie doch noch anders klingen, als Soulflys Tribal-Einlagen. Kritiker mögen anmerken, dass der Nu Metal Boom langsam Überhand nimmt und eine weitere Band wirklich nicht nötig sei. Prinzipiell wären sie im Recht, aber wer nur aus diesem Grund auf eine wirklich beeindruckende Band wie Ill Nino verzichten will, geht mit seinem Idealismus falsch um. "Revolution Revolucion" ist zu gut zum Weghören!
Thorsten Wilms
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