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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Ian Anderson - The Secret Language Of Birds |
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Ian Anderson ist in die Jahre gekommen und das sieht man nicht nur - aus dem einbeinig tanzenden Bühnen-Derwisch ist ein unauffälliger älterer Herr geworden - seit einigen Jahren, spätestens seit "Divinities: Twelve Dances With God" hört man das auch. Eins ist allerdings unverrückbar klar: Ian Anderson kann, will und soll nicht aus seiner Haut. Seine Stimme erkennt man unter Tausenden und sein Querflöten-Spiel ist unverwechselbar. "The Secret Language Of Birds" schreibt die Musik der Solo-Alben des Engländers genauso wie die ruhigen Momente von Jethro Tull fort, und mit Andrew Giddings (u.a. vom letzten Album "J-Tull Dot Com") und Martin Barre (fast noch aus der Urbesetzung) finden sich auch zwei Tull-bekannte Musiker wieder. Am ehesten wird man den 15 neuen Titeln wohl mit dem Begriff humorvoller, beschwingter Tafelmusik gerecht. Rockige Elemente sind kaum, und wenn dann minimalistisch reduziert zu finden, akustische Instrumente überwiegen und Improvisationen halten sich in den engen Grenzen der Drei-Minuten-Stücke. Die Melange ist bekannt: Englisches Mittelalter, Folk, Rock und eine Prise Weltmusik aus dem Balkan. Aufregend ist die "Neue" von Ian Anderson nicht, für Fans allerdings unverzichtbar, denn zwischen den längst bekannten Sounds und Melodien läßt sich immer wieder ein Blick auf die Welt des Ian Anderson erhaschen. Mit einer knappen Stunde kann der inzwischen fast Sechzigjährige, kann "The Secret Language Of Birds" überzeugen, aber niemals überraschen.
Dirk Jessewitsch
> Alle Beiträge von Dirk Jessewitsch
Weitere CDs von Ian Anderson:
> Divinities: Twelve Dances With God
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