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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Helium Vola - Helium Vola |
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Hinter dem schwer durchschaubaren und noch schwerer zu verdauenden Projekt Helium Vola steckt der Soundtüftler Ernst Horn, besser bekannt als die klangproduzierende Hälfte der Deine Lakaien. Was anfänglich nach massentauglichem Medieval-Pop und fadisierendem Qntal-Nachfolger klingt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als tiefschürfende und melancholische Anklage zwischen den Zeiten.
Die Texte basieren auf mittelalterlicher Lyrik in provenzalischer, alt- und mittelhochdeutscher und lateinischer Sprache. Vertont wurden unter anderem ein Gedicht des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq, sowie eine kurze Collage aus Mitschnitten der Trauerfeier und der Rede Putins zum Unglück des russischen Atom-U-Bootes Kursk.
Die meisten Vocals von "Helium Vola" übernahm Sabine Lutzenberger, ihres Zeichens eine der derzeit renommiertesten Sängerinnen für mittelalterliche Musik. Jedwede Art von musikalischer Bastelei lag in Horns Händen, der augenscheinlich vor Kreativität sprühte: Unter klassisch mittelalterliche Instrumente wie Harfe, Drehleier, Fidel und Co. mischen sich konträr peitschende Loops und krude Elektronik.
Ein Album für all die, denen bei Gregorianischen Chorälen ein kalter Schauer über den Rücken läuft, und die musikalischen Experimenten open minded gegenüberstehen. Empfehlenswertes Gesamtkunstwerk jenseits der Charthopper.
Inga Stumpf
> Alle Beiträge von Inga Stumpf
Weitere CDs von Helium Vola:
> Liod
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