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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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  6.9% |
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CD-Review ::: Great Big Sea - Play |
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Was ist nur los in Kanada? Und was ist nur dran an Great Big Sea, daß eine Folkband, wohlgemerkt ohne den Zusatz Pop oder Rock, schon mit dem zweiten Album über Platin hinauskommt und einen Award nach dem anderen einfährt?
Natürlich liegt das zum Teil auch am Label. Denn Cooking Vinyl haben es in der Vergangenheit immer wieder geschafft, ihre sorgfältig gewählten, immer etwas abseitigen Themen an den Voraussagen der Fachwelt vorbei zu ungeahnter Größe zu bringen. Beispiele aus der letzten Zeit sind Ani DiFranco und Jackie Leven, oder jetzt eben vier Neufundländer, die eigentlich nichts weiter machen als Pub-Folk.
Sind es die Melodien, der unglaubliche Groove oder die felsenfeste Zuverlässigkeit, mit der sie genau im nächsten Moment, genau den richtigen Ton, genau das richtige Tempo treffen? Ist es vielleicht auch, daß es schon all das und mehr sein muß, damit eine Band, die noch vor zehn Jahren außerhalb der Pub-Szene keine Chance gehabt hätte, ihre Tonträger in Edelmetall verwandelt?
GBS haben dieses Mehr, sie haben Charisma, Humor und trotz der strengen traditionellen Form eine Lässigkeit, die sich nicht nur in der Wahl ihrer Coversongs dokumentiert. Colin Hay's "Haven't Seen You In A Long Time" und R.E.M.'s "End Of The World" sind schon harte Brocken und da mitzuhalten, verlangt nicht nur Handwerk, sondern auch Selbstbewußtsein und Nonchalance. Kein Wunder, denn GBS sind mit allen Wassern gewaschen: Der irische Pub-Folk, sein bretonischer Ableger, jede Menge Seefahrerlieder, schottische und skandinavische Tradition, eine Prise Bluegrass hier, etwas Cajun da, akustische Covers der Alternative- und Pop-Charts satt und zu guter Letzt ein paar Songs aus der Arbeiterbewegung gehören hörbar zu ihrem täglichen Umfeld.
Sie kommen dabei bis auf wenige Ausnahmen mit dem entsprechenden Werkzeug aus, und so zählen neben der akustischen Gitarre, der Mandoline, der Mandola, Tin Whistles, der Fiddle und der Bhodran auch feinste Chöre zum Repertoire. Fast poppig arrangiert und produziert ergibt das spürbare Leichtigkeit und vermittelt Lebensfreude im Überfluß.
Eine tolle Band, eine tolle Platte!
Dirk Jessewitsch
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