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CD-Review Garbage Bleed Like Me   CD-Review ::: Garbage - Bleed Like Me

Review Garbage - Bleed Like Me  
Review

Garbage
Bleed Like Me
WEA
erschienen im April 2005
Rock
 
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Bandpage

Ein alter Freund von mir hatte eine seltsame Angewohnheit: Immer wenn es regnete, vertrieb er die wetterbedingte schlechte Laune mit "I Am Only Happy When It Rains" vom allerersten Album von Garbage. Das lief dann auf Dauerreplay, und da es zu jener Zeit wochenlang durchregnete, wurden Besuche bei ihm auf die Dauer etwas öde - und äußerst selten.

Seit damals sind schon bald zehn Jahre vergangen, zwei weitere Alben sind mittlerweile bei Garbage hinzugekommen, aber bei allen hatte man das Gefühl, dass die Musik von Shirley Manson, Butch Vig und Co in regenabweisende Teflonbeschichtung verpackt wurde, an denen jegliche Emotionen ebenso abperlten wie Wassertropfen. Saubere Produktionen, aber insgesamt steril klingend - überproduziert. Aber das soll kein Vorwurf sein, denn so war es vielleicht schon von Anfang an mit Garbage - und hat sich auch auf "Bleed Like Me" nicht groß geändert.

Und die Band hat damit große Erfolge erzielt, also warum etwas nach unten ziehen, das die echten Fans mehr als begeistern wird. Immerhin war es ja auch der großen Fan-Resonanz zu verdanken, dass sich die Briten überhaupt aufrafften, dieses neue Album zu produzieren. "Für mich ist es immer noch ein Wunder, dass wir das Album überhaupt fertig bekommen haben", hat Shirley Manson erklärt. Die Spannungen innerhalb von Garbage seien massiv gewesen, kolportiert man, etliche kleinere Unglücke seien hinzugekommen.

Das was sie da machen, machen sie jedenfalls gekonnt, auch wenn das Album nur arm an Überraschungen ist. Vielleicht ist es ein wenig gitarrenbetonter als auf den Vorgängern, aber das bedeutet nicht, wie die Plattenfirma es herausjubelt, dass Garbage noch lauter und rockiger geworden wären. Die massiven Gitarrenwände sind zwar da, aber passen sich chamäleonartig in die Songs ein und es fehlt ihnen dabei auch eindeutig an Leidenschaft - aber das ist ja, wie schon erwähnt, immer eine Art Stilmittel der Band gewesen. Und das kann man mögen - muss man aber nicht. Anhören und selbst entscheiden. Lieblingssong daraus: Titelsong "Bleed Like Me".
 
Oliver Stahmann
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