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CD-Review Frank Black Fast Man, Raider Man   CD-Review ::: Frank Black - Fast Man, Raider Man

Review Frank Black - Fast Man, Raider Man  
Review

Frank Black
Fast Man, Raider Man
Cooking Vinyl / Indigo
erschienen im Juni 2006
Indie-Rock
 
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Interview ::: Juli 2005
Story ::: vor 2001
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Ein Doppelalbum ist immer ein Wagnis. Es kann als Höhepunkt des Schaffens in Erinnerung bleiben - man denke an das weiße Album der Beatles oder an "Mellon Collie And The Infinite Sadness" von den Smashing Pumpkins . Oder es ist ein ziemlicher Reinfall, weil die guten Songs vielleicht für eine großartige CD gereicht hätten - aber eben nicht für zwei. Dann muss man sich vorwerfen lassen, man hätte sich selbst überschätzt. Zu dieser Kategorie gehört etwa "Stadium Arcadium", das neue Werk der Red Hot Chili Peppers. Und - um es kurz zu machen - auch "Fast Man, Raider Man", die neue CD von Frank Black.

Die neuen Songs hat Frank Black wieder als Gegenprogramm zu den ausufernden Touren mit seinen wiedervereinigten Pixies aufgenommen. Wie beim Vorgänger "Honeycomb" hat Black eigene Kompositionen und Cover mit namhaften Session-Musikern aus der legendären Musikstadt Nashville eingespielt. Während "Honeycomb" aber ein stimmungsvolles, geschlossenes Album war, macht "Fast Man, Raider Man" den Eindruck einer losen Sammlung von zwanzig mehr oder weniger gelungenen Songs.

Wie beim Vorgänger überwiegen die ruhigen Stücke. Manche sind sehr schön, wie der Titelsong "Fast Man", viele andere wirken eher uninspiriert. Gelegentlich haben sich auch wirklich obskure musikalische Ausflüge dazwischen geschummelt. "End Of The Summer" klingt so hippiehaft, als sei Tim Buckley von den Toten auferstanden, das darauf folgende "Dog Sleep" ist New-Orleans-Funk im Stil von Dr. John. Und hinter "Dirty Old Town" verbirgt sich - man mag es am Anfang kaum glauben - wirklich eine Coverversion der irischen Saufhymne. Was ist denn da passiert?

Ein paar richtig schöne Songs sind aber dann doch zu finden. "Johnny Barleycorn" hat Schwung wie die Stücke aus Frank Blacks besten Solo-Zeiten, und "It's Just Not Your Moment" oder "Raiderman" lassen aufblitzen, wozu dieser Mann eigentlich in der Lage ist. Nachdem Frank Black vor kurzem verkündet hat, dass die Pixies kein neues Studioalbum machen werden, wird er vielleicht wieder mehr Kapazitäten für seine anderen Projekte haben. Hoffentlich, denn so mittelmäßig wie auf "Fast Man, Raider Man" klang er noch nie.
 
Arne David
> Alle Beiträge von Arne David
 
Weitere CDs von Frank Black:
> Francis
> and the Catholics - Show Me Your Tears


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