copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Werbung ist wie Teflon

Leserpoll
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...

Berlin
37.9%
eine andere
20.7%
Hamburg
17.2%
Köln
17.2%
München
6.9%
anzeige
anzeige
 
CD-Review Feeder Echo Park   CD-Review ::: Feeder - Echo Park

Review Feeder - Echo Park  
Review

Feeder
Echo Park
Roadrunner

Rock
 
> CD-Preisvergleich
> Jetzt bei Musicload downloaden
> Weitere Infos bei musicline.de
Bandpage
Letzte News ::: 11.10.2005
Sound & Video

Stichwort Party. Jeder kennt sie. Jeder liebt sie. Jeder will hin. Keiner möchte, dass sie bei sich zu Hause stattfindet. Warum das so ist? Wer einmal seine Wohnung nach einer Party grundrenovieren musste, weiß wovon ich rede. Wer nicht, dem sei hier folgendes Szenario ans Herz gelegt:
Der Geburtstag naht. Die Freunde scharren schon mit den Füßen. Gibt er sie oder kneift er? Nein, diesmal nicht. Diesmal muss es sein. Wann wird man schon mal 25? Eben. Nur einmal. Also 'ran an die Paletten mit den Bierkästen. Oettinger Export. Ist schön billig und hat die entscheidenden 0,5 Prozent mehr. Alles soll knallen zum 25sten. Pünktlich zur Party kommt auch der "Egon wird 25-Soundtrack" von Feeder ins CD-Laufwerk. Sobald die Mehrzahl der Freunde an Bord ist, kann es losgehen.
Hier kommt er nun. Der Sendebericht zur Party, die keiner bei sich zu Hause haben will. Im Nu verwandeln Feeder mit "Echo Park" das heimische Areal in eine Desaster Area.
Bereits beim Opener "Standing On The Edge" fällt einem Gast eine Bierflasche aus der Hand. "Nina!" schreien alle Gäste, weil Nina diejenige im Bekanntenkreis ist, die immer alles fallen lässt. Auch Egon lacht noch ausgelassen mit. Noch. Aber dieses Mal war Nina es nicht. Denn Nina ist noch gar nicht da. Aber sie wird kommen. Und mit ihr kommt das Grauen. Und "Buck Rogers". Die Scherben sind noch nicht ganz aufgewischt, da bläst der erste wahre Sturm durch die Wohnung. Gut, dass Egon nicht mehr bei Muttern wohnt, sonst hätte er jetzt Erklärungsnotstand. Beim zaghaften Versuch, locker zum Sound mit zu swingen, kommt der wackelige Küchenstuhl ins Wanken. Dabei stößt er (natürlich) ein Weinglas um (irgendwelche Gäste müssen immer aus der Rolle fallen und Wein trinken). Der (natürlich) rote Wein ergießt sich auf die Lackschuhe und die darunter befindlichen weißen Tennissocken. Die Modepolizei hat wieder zugeschlagen. Erschrecken ist die Folge, eine hastige Handbewegung und "Buck Rogers" hat die Küche auf Partyvordermann gebracht. "Piece By Piece" versucht die Gemüter wieder zu beruhigen und lockt die Mehrzahl der Gäste ins Wohnzimmer. Ein katastrophaler Fehler. Denn die britischen Rocker Feeder kennen keine Gnade. Mit Gitarre und Rhythmusfraktion bewaffnet, geht es mit "Seven Days In The Sun" wieder in die Vollen. So haben wir schon lange nicht mehr gerockt. Und noch nie in Egon's Wohnzimmer. Nach "We Can't Rewind", "Turn" und "Choke" hat das Zimmer auch den letzten Touch konservativer Bürgerlichkeit ad acta gelegt. Mehrere Brandflecken auf dem Teppich zeugen von einem so noch nie dagewesenem lockerem Auftreten vor allem der Gäste.
Nina ist jetzt auch voll in ihrem Element. Die Bierkästen waren ohnehin zu hoch gestapelt und "Oxygen" sorgt für ein problemloseres Hineingreifen. Plötzlich stehen alle Bierkästen nebeneinander. Nicht ganz freiwillig und Nina's triumphierendes Grinsen fegt alle Zweifel beiseite. Sorgfalt? Rücksicht? Aufwischen? Was ist das hier? Eine Party oder die Schweiz? "Tell All Your Friends" singen Feeder und genau das haben einige der geladenen Gäste auch getan. Sonst ist der plötzliche hohe Anteil an wildfremden Menschen in Egon's mittlerweile ehemaligem Domizil nicht zu erklären. Jetzt wird Tacheles geredet. Nichts zu essen am Start? Macht nix. Der Pizzabote wird aktiviert und nach dessen Ankunft tönt "Under The Weather" aus den Boxen. Mangelnde Englischkenntnisse und wachsende Grobmotorik sorgen für Essen "Under The Table/Chair/Carpet/Bed" etc. Nebst diversen Gästen. Die "Satellite News" verkünden ebenfalls nur wenig frohe Botschaften. Wenn man zufällig Egon heißt. Für alle anderen sind es gute Nachrichten. Denn die Party geht weiter. Die Gitarre ist geladen und erinnert daran, dass England mal eine große Rocktradition hatte, bevor die Melancholiker einfielen. Nach "Bug" ist für Feeders "Echo Park" die Party beendet.
Für Egon und seine Gäste indes nicht. Denn irgendjemand hat "Polytheme" mitgebracht. Und "Yesterday Went Too Long". Die ersten beiden Alben von Feeder. Weia.
 
Ralph Buchbender
> Alle Beiträge von Ralph Buchbender
 
Weitere CDs von Feeder:
> Comfort In Sound (2)
> Comfort In Sound


Review   Feeder bei ebay

 

CD-Tipps

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007