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CD-Review Falconer Northwind   CD-Review ::: Falconer - Northwind

Review Falconer - Northwind  
Review

Falconer
Northwind
Metal Blade / SPV
erschienen im September 2006
Heavy Metal
 
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Die gute Nachricht vorneweg: Matthias Blad, der schon die ersten beiden Falconer-Platten einsang, ist zu den Schweden zurückgekehrt. Und auf "Northwind" zeigt sich einmal mehr, dass sein hochmelodisches Organ für Falconer die halbe Miete ist. Dazu noch ein klassisches Coverartwork und eine ordentliche Produktion. Alles gut also?

Nicht ganz, denn die 13 Songs plus Outro schwanken erheblich in puncto Qualität. Auf der einen Seite haben wir klasse Ohrwürmer wie "Spirit Of The Hawk", "Perjury And Sanctity" oder "Himmel Sa Trind", eine (mal wieder) gelungene Adaption eines traditionellen schwedischen Volksliedes. Positiv auch, dass die Schweden in "Delusion" mit einer für ihre Verhältnisse ungewöhnliche und ein bisschen an Overkill erinnernde Gitarrenarbeit aufwarten. Selbst, dass Falconer auf ihrer mittlerweile fünften Platte schamlos von ihrem Debütalbum klauen ("Catch The Shadows" klingt verdächtig nach "Mindtraveller", "Tower Of The Queen" nach "A Quest For The Crown"), ist verzeihlich.

Was stört, ist die teilweise penetrant poppige Note in einer ganzen Reihe von Songs. "Northwind", "Long Gone By" oder "Legend And The Lore" etwa klingen einfach zu cheesy und nerven irgendwann nur noch. Nichts gegen ein, zwei softere Stücke, aber ein Mindestmaß an "Rest-Metal" sollte es schon sein... Hinzu kommen drei bis vier Stücke, die jenseits von Gut und Böse liegen, aber gemessen an dem, was Falconer können, recht lieblos und uninspiriert klingen.

Fazit: Gegenüber den letzten beiden Platten stellt "Northwind" eine klare Steigerung dar. Das Debüt bleibt aber klar das Maß der Dinge im Hause Falconer. "Northwind" kommt übrigens in limitierter Auflage als Doppel-CD. Auf der zweiten Disc befinden sich u.a. weitere Stromgitarren-verstärkte Interpretationen schwedischer Volkslieder - ganz sicher eine Spezialität von Falconer.
 
Joachim Brysch
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